Nagelpilz (Onychomykose): Diagnose

Bei einem Nagelpilz (Onychomykose) kann der Arzt die Diagnose oft schon durch typische Symptome wie Nagelverdickung und Nagelverfärbung vermuten. Zusätzlich kann er nach Risikofaktoren fragen, die den Nagelpilz begünstigen.

Um genau herauszufinden, ob und von welchem Pilz der Nagel befallen ist, kann dieser im Labor genauer untersucht werden. Der Arzt schneidet hierfür einen Teil des Nagels ab und nimmt eventuell auch eine Probe der Haut und lässt diesen im Labor unter dem Mikroskop untersuchen. Sind Pilzelemente erkennbar, kann anschließend eine Pilzkultur aus dem Nagelmaterial gezüchtet werden, um festzustellen, um welchen Pilz es sich handelt. Somit kann der Arzt eine genaue Diagnose stellen.

Pocken: Diagnose

Bei Pocken lässt sich die Diagnose anhand der typischen Hautveränderungen in Zusammenhang mit hohem Fieber leicht stellen. Die für die Pocken verantwortlichen Viren selbst sind auf verschiedene Art und Weise nachweisbar: Sie lassen sich zum Beispiel in Material, das aus den Bläschen und Pusteln stammt, unter dem Elektronenmikroskop sichtbar machen. Dieser Test ist innerhalb von einigen Stunden als Schnelltest möglich.

Die Pocken (lat. Variola), auch als Blattern bezeichnet, sind eine durch Viren hervorgerufene, hochgradig ansteckende, lebensgefährliche Infektionskrankheit, die durch typische Hautveränderungen gekennzeichnet ist. Da die Pocken hochansteckend sind, breiteten sie sich in der Vergangenheit in einer ungeschützten Bevölkerung sehr rasch aus. Die Folge waren Pockenepidemien. Eine Epidemie ist ein räumlich und zeitlich gehäufte Auftreten einer Erkrankung. Noch im Jahr 1967 traten weltweit bis zu 15 Millionen registrierte Pockenerkrankungen auf.

Die Pocken gehörten zu den quarantänepflichtigen Erkrankungen, wie Pest, Gelbfieber, Ebola und Cholera. Bei einer Quarantäne sind die Erkrankten für die Dauer der Inkubationszeit streng von anderen Menschen, Gebieten und Gegenständen isoliert, um eine Ausbreitung der Pockenviren zu vermeiden. Da die Pocken als ausgerottet gelten, ist dies heute nicht mehr von praktischer Bedeutung.

Pigmentstörung: Diagnose

Bei einer Pigmentstörung begutachtet der Arzt zur Diagnose zunächst die von den Farbveränderungen der Haut betroffenen Stellen. In vielen Fällen lässt sich die Form der Pigmentstörung schon anhand des äußeren Erscheinungsbilds und der Krankengeschichte (Anamnese) diagnostizieren – zum Beispiel bei Sommersprossen. Im Zweifelsfall kann der Arzt eine Gewebeprobe aus einer farblich veränderten Hautstelle entnehmen und mikroskopisch untersuchen (Biopsie).

Besteht der Verdacht, dass hinter der Pigmentstörung eine erbliche Ursache steckt, kann die Familiengeschichte der Betroffenen dazu beitragen, die Diagnose zu sichern.

Mycosis fungoides: Diagnose

Bei Verdacht auf eine Mycosis fungoides erfolgt zur Diagnose eine Gewebeprobe (Biopsie) aus einem veränderten Bereich der Haut. Es ist jedoch erst dann möglich, die Krebserkrankung sicher zu diagnostizieren, wenn der Tumor in tiefere Hautschichten vorgedrungen ist: Dann findet sich im Blutbild häufig eine leicht vergrößerte Zahl weißer Blutkörperchen (Lymphozyten). Im Labor ist es möglich, sich die weißen Blutkörperchen genauer zu unterscheiden. Zudem sind bestimmte Antikörper (Immunglobuline der Klasse E) bei vielen Menschen mit Mycosis fungoides im Blutserum deutlich erhöht.

Um die geeigneten Therapiemaßnahmen festlegen zu können, bestimmt der Arzt bei der Diagnose der Mycosis fungoides das Krankheitsstadium anhand der vorliegenden Hautveränderungen. Man unterscheidet bei der Krebserkrankung die folgenden Stadien:
•    Stadium I (Ekzemstadium): Die Mycosis fungoides zeigt sich durch gerötete, schuppende Flecken. Lymphknoten sind nicht vergrößert.
•    Stadium II (Plaquestadium): Lymphnoten sind geschwollen, doch es finden sich keine Krebszellen. Die Haut kann flach erhabene Herde (Plaques) und Knötchen aufweisen.
•    Stadium III: Fast die gesamte Haut ist betroffen. In den vergrößerten Lymphknoten finden sich noch keine Krebszellen.
•    Stadium IV: Die Mycosis fungoides hat sich auf die Lymphknoten und über den Blutweg auf innere Organe ausgebreitet. Bis dieses späte Stadium erreicht ist, vergehen oft zehn und mehr Jahre.

Muttermal, Leberfleck: Diagnose

Bei einem Muttermal oder Leberfleck ist eine Diagnose wichtig, um normale, ungefährliche Hauterscheinungen von krankhaften Veränderungen abzugrenzen.

Üblicherweise beurteilt ein Hautarzt (Dermatologe) die Leberflecken mittels eines speziellen Lupeninstruments (Dermatoskop). Dabei achtet er insbesondere auf die Farbe, Begrenzung und Größe der Male. Solche Eigenschaftengeben sind bei Leberflecken zur Diagnose wichtig. Sie geben einen Hinweis darauf, ob es sich um einen normalen ungefährlichen Leberfleck handelt oder einen auffälligen (dysplastischen) Leberfleck. Mit der genauen Begutachtung erkennt der Hautarzt auch solche Leberflecken, die sich zu einem schwarzen Hautkrebs entwickelt haben. Gewissheit darüber, ob ein Muttermal oder Leberfleck gutartig oder bösartig ist, bringt allerdings nur die feingewebliche (histologische) Untersuchung (Biopsie).

Haut in der Schwangerschaft

Haut in der Schwangerschaft

Durch die hormonelle Umstellung, vermehrte Wassereinlagerungen und ein erhöhtes Blutvolumen erscheint die Haut der meisten Schwangeren straffer und rosiger, Fältchen verschwinden fast vollkommen. Auch die Nägel strotzen vor Gesundheit und sind widerstandsfähiger.

Die Beschaffenheit der Haut ist jedoch auch bei Schwangeren sehr unterschiedlich. Bei manchen Frauen wird die Haut in der Schwangerschaft trockener, bei anderen fettiger. Bei einigen verschwindet Akne, bei anderen bilden sich vermehrt Pickel und Mitesser. Neurodermitis kann sich während der Schwangerschaft verschlimmern. Wichtig ist deshalb, dass Sie Ihre Pflegeprodukte dem neuen Hauttyp anpassen. Eine Kosmetikerin kann Sie beraten, welche Produkte die richtigen für Sie sind.

Ihre alten Cremes und Lotions brauchen Sie aber auf keinen Fall wegzuwerfen: Schon kurze Zeit nach der Entbindung normalisiert sich Ihre Haut wieder.

Mit ein paar Tricks unterstützen Sie Ihre Haut während der Schwangerschaft optimal und beugen Hautunreinheiten und Juckreiz vor:

  • Tragen Sie bequeme Kleidung.
  • Ernähren Sie sich fettarm.
  • Trinken Sie viel (mindestens 2,5 Liter).
  • Verwenden Sie Seifen, die nicht austrocknen.
  • Verwenden Sie reichhaltige Körperlotions, Cremes oder Körperöle.
  • Trinken Sie Pfefferminz- und Schafgarbentee (Achtung: Pfefferminztee kann kurz vor der Geburt die Milchbildung hemmen).

Pigmentierung

Die meisten Schwangeren bemerken eine verstärkte Pigmentierung, besonders an Brustwarzen, Oberschenkeln, Achselhöhlen und im Gesicht (Mutterflecken oder auch Chloasma). Leberflecken und Sommersprossen erscheinen dunkler und am Bauch kann sich, besonders zum Ende der Schwangerschaft hin, eine dunkle Linie bilden, die Linea nigra, die zwischen Bauchnabel und Schamhaaren verläuft.

Die Pigmentierungen verblassen nach der Geburt wieder und stellen kein gesundheitliches Risiko für Mutter und Kind dar!

Juckreiz

Besonders in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft kann es zu vermehrtem Juckreiz kommen. Dieser ist hormonell bedingt und wird durch die zunehmende Dehnung der Haut verstärkt. Die erhöhte Schweißbildung reizt die Haut zusätzlich. Selten ist der Juckreiz ein Zeichen für eine Leberstörung: Wenn der Juckreiz anhält, zunehmend stärker wird und entwickeln sich Entzündungen auf der Haut entwickeln, sollten Sie mit Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Hebamme sprechen.

UV-Strahlung

Während der Schwangerschaft ist Ihre Haut empfindlicher gegenüber UV-Strahlung. Es kann zu Hautreizungen und übermäßigen Pigmentflecken kommen oder Sie entwickeln eine Sonnenallergie. UV-Strahlung unterstützt außerdem vermutlich den Abbau von Folsäure, die gerade in den ersten Schwangerschaftswochen besonders wichtig für das Ungeborene ist.

Ein kleines Sonnenbad schadet Ihnen nicht, im Gegenteil, Sonne ist gesund und Sie sollen sich nicht im Dunkeln verstecken.

Verzichten Sie aber auf ausgedehnte Sonnenbäder, besonders zur Mittagszeit, und sehen Sie während der Schwangerschaft von Besuchen im Solarium ab!

Kosmetika

Sie können auch in der Schwangerschaft bedenkenlos Kosmetika verwenden. Auch Nagellack ist unbedenklich, allerdings sollten Sie beim Lackieren der Nägel und besonders, wenn Sie Nagellackentferner verwenden, für ausreichend Belüftung sorgen, damit Sie möglichst wenig der giftigen Dämpfe einatmen.

Xeroderma pigmentosum: Diagnose

Xeroderma pigmentosum: Diagnose

Xeroderma pigmentosum ist eine seltene autosomal-rezessive Krankheit, die sich an der Haut und den Schleimhäuten zeigt und durch eine Überempfindlichkeit gegenüber ultravioletten Strahlen (UV-Strahlung) charakterisiert ist. Die auch Mondscheinkrankheit genannte Erkrankung beruht auf einem genetischen Defekt des DNA-Reparatursystems, welches bei gesunden Menschen ständig DNA-Schäden korrigiert, die durch den UV-Anteil des Lichts an der menschlichen Erbsubstanz (DNA) verursacht werden. Aufgrund dieses Reparaturdefekts kommt es nicht nur zu starken Sonnenbrandreaktionen, sondern es kann bereits im Kindesalter Hautkrebs entstehen. Betroffene Kinder werden auch als Mondscheinkinder bezeichnet, da sie jeden Kontakt mit Sonnenlicht meiden müssen und andererseits vom Mondlicht keine Gefährdung ausgeht, sodass die Betroffenen zumindest nach Sonnenuntergang ins Freie können.

Bei Xeroderma pigmentosum stellt der Arzt die Diagnose anhand der Symptome. Mithilfe einer Blut- oder Hautprobe kann er überprüfen, wie gut sich die DNA nach Aufenthalten im Sonnenlicht wieder erholt. In einigen Fällen ist bereits möglich, genau nachzuweisen, welcher Gendefekt vorliegt.

Wenn Xeroderma pigmentosum bereits häufiger in einer Familie aufgetaucht ist, kann die Diagnose der auch als Mondscheinkrankheit bezeichneten Erkrankung auch pränatal – also schon während der Schwangerschaft – gestellt werden. Dazu lässt der Arzt kindliche Zellen aus dem Fruchtwasser untersuchen, welche mittels einer sogenannten Amniozentese werden. Dabei sticht er mit einer feinen Kanüle durch die Bauchdecke der Mutter und entnimmt etwas Fruchtwasser. Dieses enthält Zellen des Kindes, die hinsichtlich der DNA-Reparatur beurteilt werden können.

Dellwarzen (Mollusken, Mollusca contagiosa): Diagnose

Dellwarzen (Mollusken, Mollusca contagiosa): Diagnose

Dellwarzen (Mollusken, Mollusca contagiosa) sind stecknadelkopf- bis erbsengroße, zentral eingedellte Warzen (Papeln und Knoten), die durch eine Hautinfektion mit dem Molluscum-contagiosum-Virus entstehen.

Molluscum contagiosum ist weltweit verbreitet. Dellwarzen treten aber überwiegend im Kindesalter auf. Bei Erwachsenen kommen Mollusken vor allem dann vor, wenn sie sich zum Beispiel in einer Kortisontherapie befinden oder eine Immunschwäche haben.

Bei Dellwarzen (Mollusken, Mollusca contagiosa) gelingt die Diagnose in der Regel durch das typische Erscheinungsbild der Warzen (sog. Blickdiagnose).

Im Anfangsstadium der Hauterkrankung kann man Dellwarzen aber leicht mit anderen Erkrankungen wie zum Beispiel Genitalwarzen (Condylomata acuminata), gewöhnlichen Warzen (Verrucae vulgares) oder Fettablagerungen an der Haut (Xanthome) verwechseln. Wenn Zweifel bestehen, ob die vorliegenden Hautveränderungen Mollusken sind, kann der Arzt zur Diagnose eine Gewebeprobe entnehmen und mikroskopisch untersuchen: Diese Biopsie ermöglicht es im Zweifelsfall auch, andere Warzenformen oder bösartige Veränderungen der Haut auszuschließen.

Wirksame Pflege gegen Hautunreinheiten

Wirksame Pflege gegen Hautunreinheiten

Nicht nur Jugendliche, auch viele Erwachsene leiden unter Problemen mit dem größten menschlichen Sinnesorgan – der Haut. Oft stehen wir ratlos vor dem Spiegel mit der Frage, wo die unangenehmen Pickel und Mitesser eigentlich herkommen? Die Ursachen dafür sind vielfältiger Natur und meist eine Kombination mehrerer Faktoren. Ernährung, Umweltbelastung, Hormone oder auch seelische Ursachen können dabei eine Rolle spielen. Mit richtiger und regelmäßiger Pflege kann man einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung des Hautzustandes leisten.

Die Entstehung von Pickel & Co.

Jedes Gesicht zeichnet sich durch Einzigartigkeit und Schönheit aus. Manches braucht einfach etwas „Nachhilfe“ in Sachen richtiger Reinigung und Pflege, um die natürlichen Vorzüge noch besser zur Geltung zu bringen und der Entstehung von lästigen Pickeln und Mitessern bestmöglich vorzubeugen.

Von den Talgdrüsen der Haut wird Hautfett nach außen abgegeben. Verstopft der fetthaltige Talg die Poren der Haut, entsteht dadurch ein offener Mitesser, welcher als schwarzer Punkt auf der Haut erkennbar ist. Im geschlossenen Talgdrüsenkanal siedeln sich Keime an, ein Entzündungsprozess entsteht, der schlussendlich zum Pickel führt. Akne z.B. ist eine verstärkte Form der Hautunreinheit und stellt die häufigste Hauterkrankung in den westlichen Industrienationen dar.

Die vermehrte Talgproduktion sorgt für fettige, meist schlecht durchblutete, glänzende Haut – ein idealer Nährboden für Bakterien und Entzündungen. Dies sorgt nicht nur für eine unschöne Optik, auch „Spätschäden“ wie unebene Haut, Flecken oder sogar Narben können die Folge sein.

Pflege nach Maß

Richtige und regelmäßige Pflege ist das um und auf im Kampf gegen Mitesser und Co. Überhöhte Talgproduktionen und auf der Haut befindliche Bakterien müssen behandelt werden. Mit individuell auf den Hautzustand abgestimmten kosmetischen Produkten und konsequenter Anwendung kann enorme Verbesserung erreicht werden. Antiseptische Abdeckprodukte z.B. sind pflegend und lenken von vorhandenen Unreinheiten ab. Weiters sind kühlende und beruhigende Produkte empfehlenswert. Wirkstoffe wie Zink und Schwefel reduzieren die Talgdrüsenproduktion; Kamille, Azulen und Teebaumöl wirken entzündungshemmend.

Grundsätzlich bietet der kosmetische Fachhandel viele Möglichkeiten, Hautunreinheiten wirksam zu bekämpfen. Extrem wichtig ist die richtige Wahl der Tagescreme. Es empfiehlt sich zweimal täglich ein mildes Reinigungsgel und fettarme Feuchtigkeitscreme zu verwenden. Bei zu fetthaltigen Produkten besteht die Gefahr, dass die Bildung von Mitessern gefördert wird. Von der Benutzung von Peeling-Produkten ist eher eingeschränkt zu raten, da Mitesser, die sehr fest in der Haut sitzen, durch das Rubbeln nicht entfernt werden. Um die Haut nicht zu verletzen, darf ein Peeling zudem nur eine geringe Fruchtsäuredosierung aufweisen.

Sollten trotzdem Pickel sprießen, versuchen Sie, sich keinen Stress zu machen. Stress wirkt sich bekanntlich negativ auf uns und auf den Spiegel unserer Seele aus. Überlegen Sie die Hilfe eines Fachmannes in Anspruch zu nehmen. Ein kleiner Trost für alle Pickel-Geplagten: Fettreiche Haut altert langsamer als feinporige Porzellanhaut. Deshalb clever pflegen und etwas Geduld, früher oder später wird man Sie beneiden.

Akne

Was ist Akne?

Unter dem Begriff Akne versteht man unterschiedlich ausgeprägte krankhaft-entzündliche Veränderungen der Haut in Form von Mitessern (Komedonen), Papeln (rote Knötchen unter der Haut), Pusteln (Eiterpickel) und Knoten, die auf eine Erkrankung der Talgdrüsenfollikel zurückzuführen sind. Akne ist nicht ansteckend.

Der Name Akne stammt ab von dem griechischen Wort Akme und bedeutet Reife, Höhepunkt. Weltweit ist die Akne die häufigste Erkrankung der Haut. Insbesondere Teenager und Heranwachsende sind während der Phase der Pubertät häufig davon betroffen (70-87 %). Kriterien, nach denen unterschiedliche Akneformen unterschieden werden, sind: Lebensalter der Betroffenen, Ausprägung und Schweregrad sowie Ursachen der Erkrankung.

Typische Akneformen, die in speziellen Altersgruppen auftreten

  1. Acne neonatorum: Akne bei Neugeborenen.
  2. Acne infantum: Akne in der Zeit vor der Pubertät, ab 3. Lebensmonat.
  3. Acne juvenilis: Akne bei Jugendlichen und Heranwachsenden.
  4. Acne adultorum: Akne bei Erwachsenen; Acne tarda (Spätakne), tritt i. d. R. nach dem 25 Lebensjahr auf.

Akneformen unterschieden nach Ausprägung und Schweregrad

  1. Acne comedonica: Es treten Komedonen (Mitesser; Talganhäufungen in den Ausführungsgängen der Talgdrüsen) auf und es zeigen sich maximal einige wenige, sehr leicht entzündete Knötchen (Papeln); keine Gefahr der Narbenbildung.
  2. Acne papulo-pustulosa: Es treten viele Papeln und Pusteln (Eiterbläschen) auf; Entzündungsprozesse können Narbenbildung zur Folge haben.
  3. Acne conglobata: Neben Papeln und Pusteln treten auch Fistelkomedonen (zwei oder mehr Komedonen sind durch Gangsysteme verbunden) und Knoten auf; Vernarbungen sind die Regel.
  4. Acne fulminans (Acne maligna): vergleichbar mit der Acne conglobata; zusätzliche Symptome: Fieber, Gelenkentzündung, Leukozytose.

Akneformen unterschieden nach Ursachen

Als dritte Möglichkeit der Differenzierung können die unterschiedlichen Akneformen eingeteilt werden nach den zugrunde liegenden Ursachen:

1. Endogene Akneformen: Akneformen mit Ursachen, die im Körper lokalisiert sind; z. B.

  • Stoffwechsel-/Hormonumstellungen in der Pubertät, kann aber auch im Erwachsenenalter z. B. aufgrund von Stoffwechselstörungen auftreten;
  • Androgenetische Akne: tritt bei manchen Frauen z. B. einige Zeit nach einer Geburt oder nach Absetzen der Pille auf; Hintergrund sind Hormonumstellungen;
  • Acne excoriée de jeune fille, auch: Acne arteficialis („Knibbelakne“): tritt auf bei (jungen) Frauen, die zwanghaft schon bei geringen Hautveränderungen die Haut kratzen, quetschen oder drücken; Hintergrund ist ein i. d. R. behandlungsbedürftiges psychisches Problem.

2. Exogene Akneformen: Akneformen mit Ursachen, die außerhalb des Körpers lokalisiert sind; hierzu zählen

  • Acne aestivalis („Mallorca-Akne“): tritt auf nach Sonnenbestrahlung; Ursache sind vermutlich UV-induzierte chemische Reaktionen zwischen freien Radikalen und Lipiden (z. B. aus Kosmetika, Sonnencreme oder Talg), wodurch entzündungsfördernde Stoffe entstehen;
  • Acne cosmetica: tritt auf nach Auftragen von komedogenen Kosmetika;
  • Acne medicamentosa: tritt auf, wenn bestimmte Medikamente eingenommen wurden (z. B. mit Wirkstoffen wie Lithium, Kortikosteroiden u. a.) oder aber auch bei sehr hohen Dosierungen von bestimmten Vitaminen (B6, B12, D2);
  • Acne venenata (Kontaktakne): z. B. Chlor-, Öl- oder Teerakne, auch „Berufsakne“ genannt, da der Kontakt mit dem auslösenden Stoff meist im Berufsalltag zustande kommt.

3. Sonstige Akneformen: z. B.

  • Acne inversa: gravierende Entzündung von Talgdrüsen und Haarfollikeln, häufig z. B. in Achselhöhlen oder Gesäßfalte; Ursachen sind unklar, Rauchen scheint als exogener Faktor bei der Entstehung von Bedeutung zu sein.

Gerüchte über Akne

Über die Akne kursieren viele Gerüchte, die jedoch wissenschaftlich nicht belegt sind. Wichtig zu wissen ist daher: Die Akne ist kein Zeichen für eine Allergie bzw. eine Nahrungsmittelunverträglichkeit. Ebenso wenig ist die Akne Folge schlechter Körperhygiene (häufiges Waschen, insbesondere mit ungeeigneten Seifen o. a. Substanzen kann im Gegenteil die Akne fördern).

In früheren Zeiten wurden zudem insbesondere pubertierende Jugendliche z. B. auch gerne mit der Fehlinformation konfrontiert, dass die Akne Folge sexueller Gedanken und Handlungen sei. Und schließlich herrscht bis heute unter Laien und Betroffenen die irrige Ansicht, dass man Pickel und Mitesser ausdrücken müsse. Von solcherlei Selbstbehandlungen ist dringend abzuraten, da sie zu Infektionen, vergrößerten Wunden und letztendlich zu einer verstärkten Narbenbildung führen können.

Leben mit Akne

Wie bereits oben erwähnt ist die Akne eine Hauterkrankung, die sehr viele Menschen betrifft. Insbesondere Jugendliche leiden zu einem großen Teil zeitweise oder auch über einen längeren Zeitraum geringfügig bis sehr stark unter Akne. Doch auch im Erwachsenenalter kann Akne zu einem nicht nur kosmetischen, sondern auch medizinischen und z. T. auch zu einem psychologischen Problem werden. Durch eine konsequente, durch einen Hautarzt begleitete Aknetherapie kann für die meisten Betroffenen eine deutliche Besserung des Hautbildes erzielt werden.

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