Nagelpilz (Onychomykose): Diagnose

Bei einem Nagelpilz (Onychomykose) kann der Arzt die Diagnose oft schon durch typische Symptome wie Nagelverdickung und Nagelverfärbung vermuten. Zusätzlich kann er nach Risikofaktoren fragen, die den Nagelpilz begünstigen.

Um genau herauszufinden, ob und von welchem Pilz der Nagel befallen ist, kann dieser im Labor genauer untersucht werden. Der Arzt schneidet hierfür einen Teil des Nagels ab und nimmt eventuell auch eine Probe der Haut und lässt diesen im Labor unter dem Mikroskop untersuchen. Sind Pilzelemente erkennbar, kann anschließend eine Pilzkultur aus dem Nagelmaterial gezüchtet werden, um festzustellen, um welchen Pilz es sich handelt. Somit kann der Arzt eine genaue Diagnose stellen.

Pigmentstörung: Diagnose

Bei einer Pigmentstörung begutachtet der Arzt zur Diagnose zunächst die von den Farbveränderungen der Haut betroffenen Stellen. In vielen Fällen lässt sich die Form der Pigmentstörung schon anhand des äußeren Erscheinungsbilds und der Krankengeschichte (Anamnese) diagnostizieren – zum Beispiel bei Sommersprossen. Im Zweifelsfall kann der Arzt eine Gewebeprobe aus einer farblich veränderten Hautstelle entnehmen und mikroskopisch untersuchen (Biopsie).

Besteht der Verdacht, dass hinter der Pigmentstörung eine erbliche Ursache steckt, kann die Familiengeschichte der Betroffenen dazu beitragen, die Diagnose zu sichern.

Mycosis fungoides: Diagnose

Bei Verdacht auf eine Mycosis fungoides erfolgt zur Diagnose eine Gewebeprobe (Biopsie) aus einem veränderten Bereich der Haut. Es ist jedoch erst dann möglich, die Krebserkrankung sicher zu diagnostizieren, wenn der Tumor in tiefere Hautschichten vorgedrungen ist: Dann findet sich im Blutbild häufig eine leicht vergrößerte Zahl weißer Blutkörperchen (Lymphozyten). Im Labor ist es möglich, sich die weißen Blutkörperchen genauer zu unterscheiden. Zudem sind bestimmte Antikörper (Immunglobuline der Klasse E) bei vielen Menschen mit Mycosis fungoides im Blutserum deutlich erhöht.

Um die geeigneten Therapiemaßnahmen festlegen zu können, bestimmt der Arzt bei der Diagnose der Mycosis fungoides das Krankheitsstadium anhand der vorliegenden Hautveränderungen. Man unterscheidet bei der Krebserkrankung die folgenden Stadien:
•    Stadium I (Ekzemstadium): Die Mycosis fungoides zeigt sich durch gerötete, schuppende Flecken. Lymphknoten sind nicht vergrößert.
•    Stadium II (Plaquestadium): Lymphnoten sind geschwollen, doch es finden sich keine Krebszellen. Die Haut kann flach erhabene Herde (Plaques) und Knötchen aufweisen.
•    Stadium III: Fast die gesamte Haut ist betroffen. In den vergrößerten Lymphknoten finden sich noch keine Krebszellen.
•    Stadium IV: Die Mycosis fungoides hat sich auf die Lymphknoten und über den Blutweg auf innere Organe ausgebreitet. Bis dieses späte Stadium erreicht ist, vergehen oft zehn und mehr Jahre.

Haut in der Schwangerschaft

Haut in der Schwangerschaft

Durch die hormonelle Umstellung, vermehrte Wassereinlagerungen und ein erhöhtes Blutvolumen erscheint die Haut der meisten Schwangeren straffer und rosiger, Fältchen verschwinden fast vollkommen. Auch die Nägel strotzen vor Gesundheit und sind widerstandsfähiger.

Die Beschaffenheit der Haut ist jedoch auch bei Schwangeren sehr unterschiedlich. Bei manchen Frauen wird die Haut in der Schwangerschaft trockener, bei anderen fettiger. Bei einigen verschwindet Akne, bei anderen bilden sich vermehrt Pickel und Mitesser. Neurodermitis kann sich während der Schwangerschaft verschlimmern. Wichtig ist deshalb, dass Sie Ihre Pflegeprodukte dem neuen Hauttyp anpassen. Eine Kosmetikerin kann Sie beraten, welche Produkte die richtigen für Sie sind.

Ihre alten Cremes und Lotions brauchen Sie aber auf keinen Fall wegzuwerfen: Schon kurze Zeit nach der Entbindung normalisiert sich Ihre Haut wieder.

Mit ein paar Tricks unterstützen Sie Ihre Haut während der Schwangerschaft optimal und beugen Hautunreinheiten und Juckreiz vor:

  • Tragen Sie bequeme Kleidung.
  • Ernähren Sie sich fettarm.
  • Trinken Sie viel (mindestens 2,5 Liter).
  • Verwenden Sie Seifen, die nicht austrocknen.
  • Verwenden Sie reichhaltige Körperlotions, Cremes oder Körperöle.
  • Trinken Sie Pfefferminz- und Schafgarbentee (Achtung: Pfefferminztee kann kurz vor der Geburt die Milchbildung hemmen).

Pigmentierung

Die meisten Schwangeren bemerken eine verstärkte Pigmentierung, besonders an Brustwarzen, Oberschenkeln, Achselhöhlen und im Gesicht (Mutterflecken oder auch Chloasma). Leberflecken und Sommersprossen erscheinen dunkler und am Bauch kann sich, besonders zum Ende der Schwangerschaft hin, eine dunkle Linie bilden, die Linea nigra, die zwischen Bauchnabel und Schamhaaren verläuft.

Die Pigmentierungen verblassen nach der Geburt wieder und stellen kein gesundheitliches Risiko für Mutter und Kind dar!

Juckreiz

Besonders in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft kann es zu vermehrtem Juckreiz kommen. Dieser ist hormonell bedingt und wird durch die zunehmende Dehnung der Haut verstärkt. Die erhöhte Schweißbildung reizt die Haut zusätzlich. Selten ist der Juckreiz ein Zeichen für eine Leberstörung: Wenn der Juckreiz anhält, zunehmend stärker wird und entwickeln sich Entzündungen auf der Haut entwickeln, sollten Sie mit Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Hebamme sprechen.

UV-Strahlung

Während der Schwangerschaft ist Ihre Haut empfindlicher gegenüber UV-Strahlung. Es kann zu Hautreizungen und übermäßigen Pigmentflecken kommen oder Sie entwickeln eine Sonnenallergie. UV-Strahlung unterstützt außerdem vermutlich den Abbau von Folsäure, die gerade in den ersten Schwangerschaftswochen besonders wichtig für das Ungeborene ist.

Ein kleines Sonnenbad schadet Ihnen nicht, im Gegenteil, Sonne ist gesund und Sie sollen sich nicht im Dunkeln verstecken.

Verzichten Sie aber auf ausgedehnte Sonnenbäder, besonders zur Mittagszeit, und sehen Sie während der Schwangerschaft von Besuchen im Solarium ab!

Kosmetika

Sie können auch in der Schwangerschaft bedenkenlos Kosmetika verwenden. Auch Nagellack ist unbedenklich, allerdings sollten Sie beim Lackieren der Nägel und besonders, wenn Sie Nagellackentferner verwenden, für ausreichend Belüftung sorgen, damit Sie möglichst wenig der giftigen Dämpfe einatmen.

Wirksame Pflege gegen Hautunreinheiten

Wirksame Pflege gegen Hautunreinheiten

Nicht nur Jugendliche, auch viele Erwachsene leiden unter Problemen mit dem größten menschlichen Sinnesorgan – der Haut. Oft stehen wir ratlos vor dem Spiegel mit der Frage, wo die unangenehmen Pickel und Mitesser eigentlich herkommen? Die Ursachen dafür sind vielfältiger Natur und meist eine Kombination mehrerer Faktoren. Ernährung, Umweltbelastung, Hormone oder auch seelische Ursachen können dabei eine Rolle spielen. Mit richtiger und regelmäßiger Pflege kann man einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung des Hautzustandes leisten.

Die Entstehung von Pickel & Co.

Jedes Gesicht zeichnet sich durch Einzigartigkeit und Schönheit aus. Manches braucht einfach etwas „Nachhilfe“ in Sachen richtiger Reinigung und Pflege, um die natürlichen Vorzüge noch besser zur Geltung zu bringen und der Entstehung von lästigen Pickeln und Mitessern bestmöglich vorzubeugen.

Von den Talgdrüsen der Haut wird Hautfett nach außen abgegeben. Verstopft der fetthaltige Talg die Poren der Haut, entsteht dadurch ein offener Mitesser, welcher als schwarzer Punkt auf der Haut erkennbar ist. Im geschlossenen Talgdrüsenkanal siedeln sich Keime an, ein Entzündungsprozess entsteht, der schlussendlich zum Pickel führt. Akne z.B. ist eine verstärkte Form der Hautunreinheit und stellt die häufigste Hauterkrankung in den westlichen Industrienationen dar.

Die vermehrte Talgproduktion sorgt für fettige, meist schlecht durchblutete, glänzende Haut – ein idealer Nährboden für Bakterien und Entzündungen. Dies sorgt nicht nur für eine unschöne Optik, auch „Spätschäden“ wie unebene Haut, Flecken oder sogar Narben können die Folge sein.

Pflege nach Maß

Richtige und regelmäßige Pflege ist das um und auf im Kampf gegen Mitesser und Co. Überhöhte Talgproduktionen und auf der Haut befindliche Bakterien müssen behandelt werden. Mit individuell auf den Hautzustand abgestimmten kosmetischen Produkten und konsequenter Anwendung kann enorme Verbesserung erreicht werden. Antiseptische Abdeckprodukte z.B. sind pflegend und lenken von vorhandenen Unreinheiten ab. Weiters sind kühlende und beruhigende Produkte empfehlenswert. Wirkstoffe wie Zink und Schwefel reduzieren die Talgdrüsenproduktion; Kamille, Azulen und Teebaumöl wirken entzündungshemmend.

Grundsätzlich bietet der kosmetische Fachhandel viele Möglichkeiten, Hautunreinheiten wirksam zu bekämpfen. Extrem wichtig ist die richtige Wahl der Tagescreme. Es empfiehlt sich zweimal täglich ein mildes Reinigungsgel und fettarme Feuchtigkeitscreme zu verwenden. Bei zu fetthaltigen Produkten besteht die Gefahr, dass die Bildung von Mitessern gefördert wird. Von der Benutzung von Peeling-Produkten ist eher eingeschränkt zu raten, da Mitesser, die sehr fest in der Haut sitzen, durch das Rubbeln nicht entfernt werden. Um die Haut nicht zu verletzen, darf ein Peeling zudem nur eine geringe Fruchtsäuredosierung aufweisen.

Sollten trotzdem Pickel sprießen, versuchen Sie, sich keinen Stress zu machen. Stress wirkt sich bekanntlich negativ auf uns und auf den Spiegel unserer Seele aus. Überlegen Sie die Hilfe eines Fachmannes in Anspruch zu nehmen. Ein kleiner Trost für alle Pickel-Geplagten: Fettreiche Haut altert langsamer als feinporige Porzellanhaut. Deshalb clever pflegen und etwas Geduld, früher oder später wird man Sie beneiden.