Basaliom (Basalzellkarzinom): Definition

Basaliom (Basalzellkarzinom): Definition

Das Basaliom (Basalzellkarzinom) ist ein Tumor der Haut (Hautkrebs). Es entwickelt sich aus den sogenannten Basalzellen an der Basis der Oberhaut (Epidermis). An der entsprechenden Stelle bildet sich zunächst ein oft unbemerkt bleibendes Knötchen oder eine Verhärtung in der Haut. Die Färbung entspricht der normalen Haut.

Typisch für ein Basaliom sind sehr feine rote Äderchen (sog. Teleangiektasien) am Rand des Tumors. Manchmal ähnelt der helle Hautkrebs einer entzündlichen Hauterkrankung wie der Schuppenflechte (Psoriasis).

Es gibt verschiedene Erscheinungsformen des Basalioms:

  • Solides (knotiges) Basaliom: Glasiger, hautfarbener Tumor in Halbkugelform, der von erweiterten, geschlängelten Gefäßen (Teleangiektasien) überzogen ist.

  • Zikatrisierendes Basaliom: Sich in der Mitte verändernder, nach innen wachsender Tumor mit perlschnurartigem Rand und Teleangiektasien.

  • Sklerodermiformes Basaliom: Oft unauffällige (hautfarbene) Verhärtung des Gewebes ohne Teleangiektasien und perlschnurartigem Randsaum (daher oft unerkannt).

  • Exulzerierendes Basaliom (Ulcerus rodens): Oberflächlicher, sich ausbreitender Tumor mit perlschnuratigem Rand und Teleangiektasien, der nicht in tiefere Strukturen wächst.

  • Destruierendes Basaliom (Ulcus terebans): In die Tiefe wachsender Tumor, der Knorpel und Knochen zerstört und zu Blutungen neigt.

  • Pigmentiertes Basaliom: Stark pigmentiertes, knotiges oder oberflächliches Basaliom, mit glasiger Oberflächenbeschaffenheit, Teleangiektasien und perlschnurartigen Formationen.

  • Rumpfhautbasaliom (superfizielles Basaliom): Meist scharf begrenzter Herd von braun-rötlicher Farbe und unauffälliger perlschnurartiger Formation. Diese Basaliome findet man häufig bei älteren Personen, die sich in jungen Jahren aufgrund einer Schuppenflechte (Psoriasis) mit Arsen behandeln ließen.

Neben diesen Formen gibt es weitere Sonderformen von Basaliomen. Oft treten auch Mischformen auf.

Über einen Zeitraum von Monaten oder sogar Jahren bildet sich ein glasiger, kugeliger beziehungsweise knotiger Tumor mit aufgeworfenem Rand. Es gibt auch oberflächliche und krater- beziehungsweise geschwürartige Basaliome. Eine weitere Form des Basalioms ähnelt Narben, wobei der perlschnurartige Rand charakteristisch ist. Die tatsächliche Tumorgröße kann dabei über die sichtbaren Hautveränderungen hinausreichen. Größere Basaliome neigen dazu, sich in ihrer Mitte stark zu verändern und einzuschmelzen.

Ohne Behandlung wächst das Basaliom örtlich immer weiter. Es kann Knorpelgewebe und Knochen zerstören. Da es nur äußerst selten Tochtergeschwulste (Metastasen) im Körper bildet, gilt es als halbbösartig (semimaligne).

Obwohl dies kein medizinischer Fachbegriff ist, wird das Basaliom zusammen mit dem Spinaliom (Plattenepithelkarzinom) – einer weiteren Hautkrebsform – auch heller oder weißer Hautkrebs genannt, um es vom Melanom, dem schwarzen Hautkrebs, abzugrenzen.

Häufigkeit

Das Basaliom (Basalzellkarzinom) tritt bevorzugt im höheren Lebensalter auf (das Durchschnittsalter liegt bei 60 Jahren). Durch das veränderte Freizeitverhalten (z.B. der Besuch von Solarien oder Reisen in Gebiete mit starker Sonneneinstrahlung) erkranken zunehmend auch jüngere Menschen am Basaliom. Blonde oder rothaarige, hellhäutige Menschen mit blauen Augen, die leicht einen Sonnenbrand bekommen (sog. keltischer Hauttyp), zählen zu den Hauptrisikogruppen für ein Basaliom. Auch Menschen, die im Freien arbeiten oder die sich aus anderen Gründen intensiv UV-Strahlung aussetzen, sind besonders gefährdet.

Ein Basaliom entwickelt sich typischerweise an den stark dem Licht ausgesetzten Stellen des Gesichts und des Kopfs (Glatze) sowie am Hals (80 % der Fälle). Äußerst selten ist es am Rumpf zu finden.

In der hellhäutigen Bevölkerung ist das Basaliom der häufigste bösartige Hauttumor. In Deutschland erkranken etwa 100 von 100.000 Einwohnern jährlich an einem Basaliom – dies entspricht einer Häufigkeit von 0,1 Prozent.