Schwitzen: Therapie

Schwitzen: Therapie

Gegen Schwitzen beziehungsweise Schweißausbrüche ist in der Regel keine ärztliche Therapie erforderlich. Meist reichen bei starkem Schwitzen Eigenmaßnahmen zur Behandlung aus:

Um ein übermäßiges Schwitzen oder Schweißausbrüche in bestimmten Körperregionen zu verringern, können Sie ein Antitranspirant verwenden. Antitranspirants gibt es als Puder, Cremes oder Lösungen (z.B. mit Aluminiumverbindungen oder Methenamin), welche die Schweißdrüsen zusammenziehen. Als weiteres Mittel gegen Schwitzen eignet sich Salbei, den Sie zum Beispiel als Tee zu sich nehmen können. Salbei hat ebenfalls eine zusammenziehende Wirkung auf die Schweißdrüsen, sodass Sie weniger schwitzen. Mit Deodorants und desinfizierende Seifen können Sie das Schwitzen zwar nicht vermindern oder gar stoppen, sie wirken aber gegen die bakterielle Zersetzung des Schweißes und verhindern damit eine Geruchsbildung. Wichtig ist bei starkem Schweißausbruch, viel zu trinken, um die verloren gegangene Flüssigkeit zu ersetzen.

Helfen diese selbst anzuwendenden Maßnahmen nicht gegen das Schwitzen, können Sie sich ärztlich behandeln lassen. Diese Behandlung hängt allgemein davon ab, wodurch es zu dem Schwitzen kommt und welche Körperstellen von der Schweißbildung betroffen sind. Es gibt konservative und operative Behandlungsmethoden:

  • Die konservative Therapie bei übermäßigem Schwitzen umfasst
    • die Iontophorese, eine Gleichstromanwendung, welche die Aktivität der Schweißdrüsen vermindert,
    • Botulinumtoxin-Injektionen, welche die Nervenleitung zu den Schweißdrüsen blockieren.
  • Die operative Therapie bei vermehrtem Schwitzen umfasst
    • die Entfernung der Schweißdrüsen (Exzision),
    • die Schweißdrüsenabsaugung (Saugkürettage),
    • die Blockade der das Schwitzen auslösenden Nerven (Sympathektomie).

Sind das Schwitzen oder Schweißausbrüche Anzeichen einer anderen Grunderkrankung, besteht die Therapie in erster Linie darin, diese Krankheit zu behandeln.

Behandlung der Schwitzen (Hyperhidrose)

Behandlung der Schwitzen (Hyperhidrose)

Starkes Schwitzen unter den Achseln, an den Händen und Füßen oder im Gesicht kann den Alltag stark beeinträchtigen. Oft verstärkt die Angst, dass Schweissflecken oder feuchte Hände bemerkt werden, das Schwitzen sogar noch. Viele Patienten haben bereits eine Eigenbehandlung mit Salbei oder diversen Deos versucht, bevor sie sich beim Hautarzt vorstellen.

Manchmal liegt dem verstärkten Schwitzen eine Erkrankung zugrunde, z. B. eine Schilddrüsenerkrankung. Dann tritt das Schwitzen jedoch fast immer am ganzen Körper auf. Bei dem örtlich beschränktem Schwitzen findet sich fast nie eine zugrunde liegende Erkrankung. Die Schwere des örtlichen Schwitzens wird rein aufgrund der klinischen Angaben des Patienten diagnostiziert und richtet sich nach der Einschränkung im Alltag.

Hyperhidrose Schwere-Einteilung nach der Kanadischen Expertengruppe:

  • Schweregrad 1: Mein Schwitzen fällt nie auf und stört nie meinen Alltag
  • Schweregrad 2: Mein Schwitzen ist auszuhalten und stört manchmal meinen Alltag
  • Schweregrad 3: Mein Schwitzen ist kaum auszuhalten und stört häufig meinen Alltag
  • Schweregrad 4: Mein Schwitzen ist nicht auszuhalten und stört immer meinen Alltag

Ab einem Schweregrad 2 wird zu einer Behandlung geraten.

Glücklicherweise gibt es Arzneimittel und Methoden, das starke lokalisierte Schwitzen zu reduzieren.
Von den nationalen und internationalen Fachgesellschaften wird empfohlen mit sicheren nicht-operativen Behandlungen zu beginnen.

In der ersten Stufe kann gleichberechtigt eine Behandlung mit Botulinumtoxin A (z. B. Botox ® oder Vistabel®), Aluminiumchlorid oder ggf. mit der Iontophorese erfolgen. In der zweiten Stufe können operative Therapien eingesetzt werden. Im Bereich der Achseln, z. B. die Absaugung der Schweissdrüsen.

Eine schwache Hyperhidrose kann mit Aluminiumchlorid behandelt werden, das in einem Gel oder in einer Lösung auf die schwitzenden Areale 1-3 x pro Woche aufgetragen wird. Aluminiumchlorid brennt allerdings oft auf der Haut und kann die Kleidung verfärben.

Bei der Iontophorese wird Gleichstrom 2-5 x pro Woche über 20 Minuten in einem Bad oder mit feuchten Kissen auf die Haut gebracht. Die Behandlung ist aufwendig und die Wirkung, die man erzielen kann ist eher gering.

Bei einer Behandlung mit Botulinumtoxin A (Botox®) wird das sichere Arzneimittel vom Dermatologet direkt in feinster Dosis genau in die ruhig zu stellende Schweißzone injiziert. BOTOX ist in der Schweiz, in Deutschland und in den USA als Arzneimittel zur Behandlung krankhaften Schwitzens (Hyperhidrose) in den Achseln zugelassen. Die Wirkung der Behandlung baut sich stetig innerhalb weniger Tage auf. Der vollständige Erfolg einer Behandlung wird nach 1 bis 2 Wochen sichtbar und fühlbar werden.

Am häufigsten hält die Wirkung etwa 8 Monate an. 
Bei der Injektion von Botuinumtoxin A oder B handelt es sich um eine grundsätzlich gut verträgliche und schon seit 1979 auch bei anderen Anwendungen überwachte Behandlungsmethode.
Dennoch können auch bei dieser Behandlung Nebenwirkungen auftreten.
Am häufigsten von uns beobachtete Nebenwirkungen sind in der Regel von nur vorübergehender Dauer:
- Örtliche Blutergüsse und Schwellungen am Injektionspunkt
- Leichte Spannungsgefühle im Umfeld der behandelten Körperstellen.

Infektiöse Hauterkrankungen bei Reisenden

Infektiöse Hauterkrankungen bei Reisenden

Neben Durchfallerkrankungen und Atemwegsinfektionen gehören Hauterkrankungen zu den häufigsten Gesundheitsstörungen bei Reisenden. Hierbei handelt es sich zum Teil um Leiden, die weltweit vorkommen, teilweise aber auch um tropenspezifische Erkrankungen. Die häufigsten dermatologischen Probleme bei Reisenden sind jedoch nicht infektionsbedingt, sondern ergeben sich aus einer übermäßigen Sonnenexposition bzw. unzureichenden Sonnenschutzmaßnahmen.

Im Folgenden sind exemplarisch einige der Krankheitsbilder beschrieben, mit denen sich Fernreisende in der tropenmedizinischen Ambulanz vorstellen.

Infektiöse Zellulitis

Neben anderen Erkrankungen wie der Follikulitis und dem Erysipel ist die infektiöse, eitrige Zellulitis eine der am häufigsten beobachteten bakteriellen Hautinfektionen. Es handelt sich um eine gleichzeitige Entzündung aller drei Hautschichten (Epidermis, Dermis und subkutanes Fettgewebe). In einer Auswertung von insgesamt 165 Personen mit Hauterkrankung nach Tropenaufenthalt wurde bei 12.7% der Patienten eine infektiöse Zellulitis diagnostiziert; bei weiteren 8.5% fand sich eine Pyodermie (Ansart 2007). Verursacht wird die Zellulitis meist durch Erreger wie Staphylococcus aureus und Streptococcus pyogenes. Auch zahlreiche andere Bakterien kommen in Frage; nach Tropenaufenthalten auch seltene Erreger wie Burkholderia pseudomallei (Erreger der Meloidose) und Chromobacterium violaceum. Symptome: Als Eintrittspforte dienen den Bakterien meist kleinere Hautverletzungen. Entwickelt sich eine infektiöse Zellulitis so findet sich ein schmerzhaftes, gerötetes, ödematös geschwollenes und überwärmtes Hautareal mit unscharfer Begrenzung. Fieber und positive Entzündungsparameter finden sich häufig. Die Behandlung erfolgt antibiotisch, zum Beispiel mit Amoxicillin/Clavulansäure, und sollte mindestens noch drei Tage nach Abklingen der Entzündungszeichen fortgeführt werden. Schutz vor Erkrankung: Frühzeitige Desinfektion selbst kleiner Hautwunden, zum Beispiel mit PVP-Jod-haltigen Präparaten.

Larva cutanea migrans

Die Larva migrans cutanea, auch Hautmaulwurf genannt, ist eine Infektion durch Fadenwurmlarven tropischer Regionen. Diese Larven können mit Hundekot ausgeschieden werden und finden sich an Badestränden oder in verunreinigten Sandkästen. Beim Barfußlaufen können die Erreger in die Haut eindringen. Da es sich bei dem Menschen um einen Fehlwirt handelt, kann sich die Wurmlarve im menschlichen Gewebe nicht vollständig entwickeln. Trotzdem findet bis zum Absterben des Erregers (nach etwa drei Wochen) eine Wanderung des Parasiten unter der Haut statt. Symptome: Der Patient bemerkt einen fadenförmig gewundenen Gang mit teilweise blasiger Abhebung oder Verkrustung und leidet unter starkem Juckreiz. Behandlung: Meist ist die Infektion durch das Auftragen einer Tiabendazol-Salbe gut behandelbar. Selten wird eine medikamentöse Therapie nötig.
Schutz vor Erkrankung: Strandschuhe tragen; möglichst wenig barfußlaufen.

Tungiasis (Sandfloh)

Der in Mittel- und Südamerika sowie in Afrika vorkommende Sandfloh bohrt sich aktiv in die Haut ein. Das Hinterteil mit Atemöffnung und Ausscheidungsorgan bleibt in der Nähe der Hautoberfläche. Symptome: Das Absterben des Tieres nach etwa anderthalb Wochen kann mit einer schmerzhaft eitrigen Entzündung einhergehen. Relativ typisch für einen Sandflohbefall ist eine hyperkeratotische (weißliche) Hautstelle mit einem zentral gelegenen schwarzen Punkt (Hinterteil des Flohs). Die Behandlung der Tungiasis besteht in der sorgfältigen Entfernung des Flohs (in der Frühphase des Befalls) oder ggf. in der großzügigen Exzision der gesamten Läsion. Schutz vor Erkrankung: Beim Liegen am Strand Badetücher als Unterlage verwenden. Unnötiges Barfußlaufen vermeiden.

Myiasis (Fliegenmadenerkrankung)

Zahlreiche Fliegenspezies können eine Fliegenmadenerkrankung hervorrufen. Grundsätzlich besteht stets bei schlechter medizinischer Versorgung und unzureichender persönlicher Hygiene die Möglichkeit einer Ablage von Fliegeneiern in Wunden. Vor allem in Afrika beheimatete Arten wie Cordylobia anthropophaga (Tumbu-Fliege) und Dermatobia hominis können im Larvenstadium aktiv die Haut des Menschen durchdringen. Symptome: Es finden sich häufig beulenartige Entzündungen und mitunter auch tunnelartige Gänge. Die Tumbu-Fliege legt ihre Eier nicht nur auf der Erde, sondern auch auf zum Trocknen aufgehängten Textilien ab. D. hominis belädt blutsaugende Insekten mit Ihren Eiern, im Zuge des Blutsaugevorgangs können die Erreger von der Mücke auf den Mensch überspringen. Die Behandlung besteht in dem Verschluss der offenen Hautläsion (Atemöffnung) mittels Vaseline; anschließend ist oft eine chirurgische Entfernung der Larven erforderlich. Schutz vor Erkrankung: Barfußgehen vermeiden und Wäsche nach dem Trocknen sorgfältig Bügeln.

Filariasis

Filarien sind in den Tropen und Subtropen weit verbreitete Rundwürmer, deren Larven durch verschiedene blutsaugende Insekten auf den Menschen übertragen werden können. Infektionen nach kurzzeitigen Aufenthalten in Endemiegebieten finden sich kaum, meist entstehen Krankheitszeichen erst nach vielen Jahren massiver Exposition mit den Erregern. Nach Langzeitaufenthalten in den Tropen wird die Filariasis jedoch nicht selten beobachtet. So wurde bei 5.4% Tropenrückkehrern, die an einer Hauterkrankung litten, eine Filariasis diagnostiziert (Ansart 2007). Symptome: Oberflächliche Hautschichten, subkutanes Gewebe, aber auch das Lymphgefäßsystem kann befallen werden. Die Diagnosestellung erfolgt histologisch. Die Behandlung der fortgeschrittenen Filariose ist aufwändig. Für eine Eradikation der Filarien kommt die Anwendung von Ivermectin oder Albendazol in Betracht. Schutz vor Erkrankung: Auch bei Langzeitaufenthalten in den Tropen konsequenten Insektenschutz betreiben.

Skabies (Krätze)

Die Krätzmilbe ist weltweit verbreitet, kann aber in den Tropen und/oder unter sehr widrigen hygienischen Bedingungen massiv gehäuft auftreten. Ansart und Kollegen diagnostizierten bei mehr als 10% der Tropenrückkehrer mit dermatologischen Symptomen eine Krätze. Die Milbe durchdringt die Haut des Menschen und bewegt sich in der Epidermis bis zu mehrere Millimeter am Tag fort. Auf der Haut werden Eier abgelegt, aus denen neue Krätzmilben entstehen, die ihrerseits wieder in die Haut des Patienten eindringen. Symptome: Es findet sich ein vielgestaltiges Erscheinungsbild mit Blässchenbildung, massivem Juckreiz, Schuppung der Haut sowie Superinfektion, bedingt durch das heftige Kratzen. Prädelektionsstellen sind die Interdigitalräume sowie die Achsel- und Leistenregion. Die Übertragung erfolgt durch engen körperlichen Kontakt, vor allem unter schlechten hygienischen Bedingungen in Gemeinschaftsunterkünften. Daher sollte sich auch die Behandlung auf gesamte Familien und Wohngemeinschaften erstrecken. Zur Behandlung eignet sich u.a. Benzylbenzoat. Schutz vor Erkrankung: unter schlechten hygienischen Bedingungen sollten enge Kontakte vermieden werden.

Pityriasis versicolor

Es handelt sich um eine in den Tropen sehr häufige Hautinfektion mit dem Hefepilz Malassezia furfur. Betroffen sind vor allem die talgdrüsenreichen Partien im Bereich von Rücken und Brust. Symptome: Es finden sich typischerweise hypopigmentierte Areale, die bis auf einen geringen Juckreiz wenig Beschwerden machen. Die Diagnose erfolgt mikroskopisch mittels eines durchsichtigen Klebebandes, welches mehrfach an die Haut gedrückt wurde. Zur Behandlung können antimykotische Externa, in schweren Fällen (zum Beispiel bei ausgedehntem Hautbefall bei Diabetikern) auch systemische Antimykotika (Ketokonazol, Itrakonazol) zur Anwendung kommen. Schutz vor Erkrankung: Alle Faktoren, die zu vermehrtem Schwitzen führen (zum Beispiel eng anliegende Textilien aus Kunstfaser) vermeiden.

Fazit

Durch sorgfältige Versorgung von Wunden (gilt auch im Fall von „Bagatellverletzungen“) in Verbindung mit einem konsequenten Schutz vor Exposition (Insektenschutz, Tragen von Strandschuhen etc.) und Vermeidung schlechter hygienischer Rahmenbedingungen lässt sich das Risiko für Hautinfektionen deutlich senken. Besonders für Diabetiker, bei denen Hautinfektionen, einschließlich Pilzerkrankungen, in den Tropen besonders häufig beobachtet werden, ist Hauthygiene wichtig. Von Bedeutung ist hierbei auch das umsichtige Vermeiden von Verletzungen, das Trockenhalten der Füße und die sorgfältige Nagelpflege. Diabetiker sollten bei dermatologischen Symptomen frühzeitig einen Arzt aufsuchen.

Quellen:

  • Ansart S, Perez L, Jaureguiberry S, Danis M, Bricaire F, Caumes E. Spectrum of dermatoses in 165 travelers returning from the tropics with skin diseases. Am J Med Hyg 2007; 76: 184-186.
  • Fischer M. Dermatomykosen Eine Übersicht über dermatomykologische Krankheitsbilder in der Reisemedizin. Flugmedizin Tropenmedizin Reisemedizin 2007; 14: 181-186.
  • Meyer CG. Tropenmedizin Infektionskrankheiten. Zweite überarbeitete und erweiterte Auflage. 2007 Verlagsgruppe Hüthig Jahle Rehm GmbH, ecomed Medizin. Landsberg.

Hyperhidrose

Welche Beschwerden deuten auf eine Hyperhidrose?

Normales Schwitzen

Dass wir im Sommer verstärkt schwitzen ist ganz normal, da der Körper die von außen kommende Wärme im Rahmen der Körpertemperaturregulation zu einer erhöhten Schweißproduktion aktiviert.

Übergang zur Hyperhidrose

Dennoch gibt es viele Betroffene, die andauernd oder in Stresssituationen von einem Moment zum anderen Schweißausbrüche haben. Je nach Konstitution reichen die Beschwerden von Schweißperlen auf der Stirn, Achselnässe bis hin zu feuchten Innenflächen der Hände.

Wenn dies ohne extreme körperliche Anstrengung auftritt, häufiges Duschen und Händewaschen kaum helfen oder die durchgeschwitzte Kleidung mehrmals täglich gewechselt werden muss, dann kann dies auf eine Hyperhidrose-Erkrankung hinweisen.

Diagnose durch den Arzt

Mediziner sprechen dann von einer Hyperhidrose, der krankhaften Form des Schwitzens, wenn die Schweißproduktion 30 mg pro Minute überschreitet (die individuelle Schweißproduktion kann mit Hilfe einfacher Tests bei Ihrem Arzt bestimmt werden).

Zur Feststellung einer Hyperhidrose-Erkrankung sind auch das Beschwerdebild, die Lebenssituation des Betroffenen und die Krankheitsgeschichte für den Arzt besonders wichtig.

Welche Ursachen hat die Hyperhidrose?

Häufige Auslöser

Oft ist die Hyperhidrose Begleiterscheinung einer anderen Grund-erkrankung. Nicht selten tritt sie z. B. bei Diabetes-Patienten, Patienten mit Bluthochdruck, Übergewicht oder Schilddrüsenkranken auf.

Weitere Grunderkrankungen

Aber auch bei Störungen des Hormonsystems, z. B. in den Wechseljahren oder in Folge der Behandlung mit verschiedenen Arzneimitteln,
kann eine Hyperhidrose hinzukommen. Eine genetische Veranlagung ist insbesondere bei der primären Hyperhidrose, die ohne jegliche Grunderkrankung auftritt, wahrscheinlich.

Lebensqualität von Betroffenen

Mehr als die Hälfte der Patienten sind bei der Ausübung ihres Berufes durch das übermäßige Schwitzen beeinträchtigt – sie erledigten die Aufgaben weniger sorg-fältig und können aufgrund ihrer Arbeitsweise das Pensum kaum bewältigen. Mehr als 80,5 % aller Betroffenen schienen keine gute Lebensqualität vor der durchgeführten Behandlung zu haben.

Auch im gesellschaftlichen Leben ziehen sich viele Betroffene aus ihrem Umfeld
zurück – es ist Ihnen peinlich, denn die Stellung des Schwitzens ist nach wie vor negativ belegt, es gilt als unhygienisch oder asozial. Viele leiden derart unter den Symptomen, dass sie jeglichen Kontakt nach außen meiden und die Psyche stark darunter leidet.

Eigeninitiative ist wichtig

Sprechen Sie mit Ihrem Haus- oder Hautarzt über Ihre Vermutung. Er kann mit Hilfe einfacher Tests vor Ort eine Diagnose stellen und sie entsprechend kompetent und wirksam behandeln.
Gehen Sie auf Ihr Umfeld zu, sprechen Sie mit Ihren Familienangehörigen, Freunden und Kollegen über Ihre Erkrankung und informieren Sie diese hierüber – schon dann werden Sie eine ganz andere Reaktion erfahren, mit deutlich weniger Hemmungen und Vorurteilen.

In Ihrem Alltag hilft es gerade bei emotionalem Schwitzen, sich ausgleichende Tätigkeiten in der Freizeit zu suchen, wie z. B. autogenes Training, Yoga oder Walking. Diese helfen dauerhaft die Therapie zu unterstützen und mit Stress besser umzugehen.

Verzichten Sie auf schweißtreibende Lebensmittel wie Kaffee, Tee oder Alkohol. Auch Nikotin hat eine blutdrucksteigernde und anregende Wirkung, wodurch unser Körper zunehmend schwitzen kann – versuchen Sie hier aktiv Ihr Rauchverhalten zu optimieren, z. B. mit Nikotinpflastern. Nutzen Sie Informationsquellen wie Apothekenzeitschriften, Fachbücher oder Selbsthilfegruppen. Auch das Internet bietet eine große Vielzahl an kompetenten Inhalten zum Thema.

Hier einige Empfehlungen: http://www.dermatologe-zuerich.ch
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