Melanom (schwarzer Hautkrebs): Diagnose

Melanom (schwarzer Hautkrebs): Diagnose

Bei einem malignen Melanom (schwarzer Hautkrebs) ist die erste Diagnose allein anhand des Aussehens der Hautveränderung und ganz ohne Entnahme einer Gewebeprobe aus dem Hauttumor möglich. Die ABCDE-Regel bietet dabei eine grobe Orientierung: Je mehr Kriterien die Hautveränderung erfüllt, desto wahrscheinlicher ist ein malignes Melanom.

Um das Aussehen der Hautveränderung genau zu beurteilen und ein mögliches malignes Melanom zu erkennen, kommt zur Diagnose die sogenannte Auflichtmikroskopie mit einem speziellem Lupeninstrument, dem Dermatoskop, zum Einsatz. Schwarzer Hautkrebs lässt sich so von anderen Hautverfärbungen, beispielsweise durch einen Bluterguss (Hämatom) oder einen Blutschwamm (Hämangiom), unterscheiden.

Unterstützend können zur Melanom-Diagnose auch Ultraschall (Sonographie) und Blutuntersuchungen zum Einsatz kommen. Zusätzlich sucht der Arzt nach möglichen Tochtergeschwülsten (Metastasen). Oberflächliche Lymphknoten und die Bauchorgane lassen sich mit dem Ultraschall gut darstellen. Um die Lunge auf Tochtergeschwülste zu überprüfen, ist eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs notwendig. Speziellere Untersuchungen wie die Magnetresonanztomographie (Kernspin) des Schädels oder eine Knochenszintigraphie können je nach Ausgangsbefund erforderlich sein.

Stadien

Da bei einem Melanom (schwarzer Hautkrebs) die Therapie vom Krankheitsstadium abhängt, ist bei der Diagnose die Stadien-Einteilung wichtig. In der Klinik unterscheidet man häufig drei Melanom-Stadien (nach EORTC):

  • Ein malignes Melanom im Stadium I hat (noch) keine Lymphknoten befallen und keine Tochtergeschwülste in anderen Organen (Fernmetastasen) gebildet. Die Prognose ist daher günstig.
  • Schwarzer Hautkrebs im Stadium II hat zusätzlich zur Haut die regionalen Lymphknoten befallen.
  • Beim Melanom im Stadium III bestehen außerdem Tochtergeschwülste, beispielsweise in der Lunge oder im Knochen.