Cluster-Kopfschmerz: Diagnose

Cluster-Kopfschmerz: Diagnose

Beim Cluster-Kopfschmerz ergibt sich die Diagnose aus der Beschreibung der Symptome: Wenn mehrere starke Schmerzattacken mit einer Dauer von jeweils 15 bis 180 Minuten einseitig im Bereich des Auges und/oder der Schläfe auftreten und gleichzeitig eine Bewegungsunruhe und/oder auf der vom Schmerz betroffenen Kopfseite mindestens eins der folgenden Anzeichen auftritt, gelten Cluster-Kopfschmerzen als diagnostiziert:

  • tränendes und/oder gerötetes Auge
  • verengte Pupille
  • herabhängendes und/oder geschwollenes oberes Augenlid
  • laufende und/oder verstopfte Nase
  • verstärktes Schwitzen im Bereich von Stirn und Gesicht

Zur Sicherung der Diagnose kann der Arzt vor Therapiebeginn zusätzlich eine Nitroglyzerinkapsel verabreichen, die auch zur Behandlung von Angina pectoris zum Einsatz kommt. Wenn dies Kopfschmerzen auslöst, ist der Nitroglyzerintest positiv, das heißt, es liegt ein Cluster-Kopfschmerz vor.

Die Cluster-Kopfschmerz-Attacken und die Symptome, die auf der gleichen Seite wie der Cluster-Kopfschmerz auftreten, kommen auch bei verwandten Kopfschmerzarten vor. Vor allem die Abgrenzung zur Trigeminusneuralgie (kürzere Attackendauer) und zur Migräne (längere Attackendauer, Rückzugverhalten, andere Symptome) kann daher in Einzelfällen schwierig sein. Auch ein akuter Glaukomanfall kommt bei ähnlichen Beschwerden differentialdiagnostisch infrage. Daher ist es wichtig, neu auftretende oder bisher unbekannte Kopfschmerzen beziehungsweise einen Kopfschmerz mit nicht eindeutigen Symptomen immer genau abzuklären.

Nagelpilz (Onychomykose): Diagnose

Bei einem Nagelpilz (Onychomykose) kann der Arzt die Diagnose oft schon durch typische Symptome wie Nagelverdickung und Nagelverfärbung vermuten. Zusätzlich kann er nach Risikofaktoren fragen, die den Nagelpilz begünstigen.

Um genau herauszufinden, ob und von welchem Pilz der Nagel befallen ist, kann dieser im Labor genauer untersucht werden. Der Arzt schneidet hierfür einen Teil des Nagels ab und nimmt eventuell auch eine Probe der Haut und lässt diesen im Labor unter dem Mikroskop untersuchen. Sind Pilzelemente erkennbar, kann anschließend eine Pilzkultur aus dem Nagelmaterial gezüchtet werden, um festzustellen, um welchen Pilz es sich handelt. Somit kann der Arzt eine genaue Diagnose stellen.

Der Prozess des Alterns

Der Prozess des Alterns

Allgemeines

Im Lauf der Jahre verändern sich nicht nur die Lebensumstände. Auch unser Körper wandelt sich. Aus medizinischer Sicht beginnt der Alterungsprozess bereits zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr.

Mit den Jahren lässt die Fähigkeit unseres Körpers nach, Zellen neu zu bilden. Dadurch verlangsamt sich der gesamte Stoffwechsel. Für die Haut bedeutet dies beispielsweise, dass sie sich langsamer regeneriert. Sie wird dünner, ihre Elastizität lässt nach und Falten, Altersflecken sowie Cellulite nehmen zu. Deutlich sichtbare Alterszeichen sind auch eine Glatze, graue Haare und nachlassende Sinneswahrnehmungen.

Was ändert sich im Alter?

  • Die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nimmt ab.
  • Der mentale Antrieb lässt nach; depressive Verstimmungen nehmen zu.
  • Wahrnehmung, Konzentration und Aufmerksamkeit sinken.
  • Sehkraft, Hörvermögen, Geruchs- und Geschmackssinn lassen nach.
  • Die körpereigene Hormonproduktion verringert sich.
  • Osteoporose (Knochenschwund) und Knochenbrüchigkeit können auftreten.
  • Libido und Potenz lassen nach.
  • Die Gelenke verschleißen zunehmend.
  • Das Körpergewicht und der Körperfettgehalt nehmen zu, die Muskelmasse und -kraft dagegen ab. In höheren Lebensjahren sinkt das Körpergewicht wieder.
  • Hautbeschaffenheit und -dicke sowie -elastizität verändern sich; Altersflecken, Cellulite und Falten nehmen zu.
  • Haarausfall und graue Haare treten auf.

Viele Altersforscher gehen davon aus, dass unser Erbgut die Teilungsfähigkeit sowie das Wachstum einer Zelle beeinflusst. Demnach sind die Gene bestimmend für die Lebensdauer einer Zelle und damit auch für die menschliche Lebenserwartung. Aktuelle wissenschaftliche Studien belegen zudem die lebensverkürzende Wirkung verschiedener äußerer Faktoren. Wahrscheinlich spielen so genannte freie Radikale eine entscheidende Rolle im Alterungsprozess. Freie Radikale sind aggressive Sauerstoffverbindungen, die wir mit der Nahrung oder der Atemluft aufnehmen und die unser Körper auch selbst bildet. Das ist ganz natürlich und auch notwendig, um beispielsweise unser Immunsystem zu aktivieren.

Wenn freie Radikale allerdings überhand nehmen oder ungehemmt im Körper reagieren, greifen sie die Körperzellen und das Erbgut an. Vermutlich führt eine zu große Menge an freien Radikalen auch zu Krebs, Herzinfarkt, grauem Star und zahlreichen altersbedingten Erkrankungen. Äußere Einflüsse wie Rauchen, Alkohol, Stress, intensive Sonnenbäder, Medikamente, Umweltschadstoffe oder wenig Schlaf können die Bildung freier Radikale und damit auch den Alterungsprozess begünstigen.

Auch wenn Altern ein natürlicher Prozess ist, sind wir nicht wehrlos. Im Gegenteil: Wir können vielen Alterserscheinungen wirksam vorbeugen und Risikofaktoren, die eine Bildung freier Radikale fördern, ausschalten. Anti-Aging beginnt mit einer positiven Lebenseinstellung, einer ausgewogenen Ernährung und viel Bewegung.

Pocken: Diagnose

Bei Pocken lässt sich die Diagnose anhand der typischen Hautveränderungen in Zusammenhang mit hohem Fieber leicht stellen. Die für die Pocken verantwortlichen Viren selbst sind auf verschiedene Art und Weise nachweisbar: Sie lassen sich zum Beispiel in Material, das aus den Bläschen und Pusteln stammt, unter dem Elektronenmikroskop sichtbar machen. Dieser Test ist innerhalb von einigen Stunden als Schnelltest möglich.

Die Pocken (lat. Variola), auch als Blattern bezeichnet, sind eine durch Viren hervorgerufene, hochgradig ansteckende, lebensgefährliche Infektionskrankheit, die durch typische Hautveränderungen gekennzeichnet ist. Da die Pocken hochansteckend sind, breiteten sie sich in der Vergangenheit in einer ungeschützten Bevölkerung sehr rasch aus. Die Folge waren Pockenepidemien. Eine Epidemie ist ein räumlich und zeitlich gehäufte Auftreten einer Erkrankung. Noch im Jahr 1967 traten weltweit bis zu 15 Millionen registrierte Pockenerkrankungen auf.

Die Pocken gehörten zu den quarantänepflichtigen Erkrankungen, wie Pest, Gelbfieber, Ebola und Cholera. Bei einer Quarantäne sind die Erkrankten für die Dauer der Inkubationszeit streng von anderen Menschen, Gebieten und Gegenständen isoliert, um eine Ausbreitung der Pockenviren zu vermeiden. Da die Pocken als ausgerottet gelten, ist dies heute nicht mehr von praktischer Bedeutung.

Seborrhoisches Ekzem: Definition

Seborrhoisches Ekzem: Definition

Ein seborrhoisches Ekzem (seborrhoische Dermatitis) ist per Definition eine fettig-schuppige Hautentzündung, die insbesondere Hautbereiche befällt, in denen viele Talgdrüsen vorkommen. Sie ist gekennzeichnet durch eine übermäßige Talgdrüsenabsonderung, die zur Entwicklung eines starken Fettfilms auf der Haut führt.

Häufigkeit

Das seborrhoische Ekzem ist eine häufige Erkrankung; etwa ein bis fünf Prozent der Bevölkerung sind betroffen. Besonders häufig tritt die seborrhoische Dermatitis bei Säuglingen in den ersten Lebensmonaten auf – die sogenannte Dermatitis seborrhoides infantum. Meistens befällt das seborrhoische Ekzem bei Säuglingen den Kopf, man spricht dann auch von Milchschorf. Die Symptome klingen häufig von alleine ab. In einigen Fällen entwickeln die erkrankten Kinder in den Folgejahren jedoch eine Neurodermitis.

Ein weiterer Erkrankungsgipfel des seborrhoischen Ekzems liegt zwischen dem dritten und vierten Lebensjahrzehnt, wobei Männer häufiger betroffen sind. Frauen erkranken bevorzugt nach den Wechseljahren. Besonders oft wird die Erkrankung bei abwehrgeschwächten Patienten beobachtet – 80 Prozent der AIDS-Patienten leiden an einer seborrhoischen Dermatitis.

Aktinische Keratose: Definition

Aktinische Keratose: Definition

Eine aktinische Keratose (aktinisch = durch Strahlen bewirkt) ist eine durch Licht ausgelöste Hautveränderung, bei der eine Vermehrung sogenannter Keratinozyten (griech. keras = Horn, kytos = Zelle) in dauerhaft lichtgeschädigter Haut vorliegt.

Die aktinische Keratose gilt als Vorstufe (Präkanzerose) beziehungsweise sogar als Frühstadium (Carcinoma in situ) einer bestimmten Form von hellem Hautkrebs: Aktinische Keratosen können in ein sogenanntes Spinaliom oder auch Plattenepithelkarzinom übergehen. Dieses betrifft zunächst nur die oberste Zellschicht der Haut, das Epithelgewebe (Carcinoma in situ). Der Tumor kann sich jedoch jederzeit zu einer das darunter liegende Gewebe infiltrierenden Krebsgeschwulst entwickeln.

Weitere Bezeichnungen für die aktinische Keratose sind:

  • solare Keratose (Sonnenverhornung)
  • senile Keratose (Altersverhornung)

Häufigkeit

Die aktinische Keratose kommt bei hellhäutigen Menschen mit großer Häufigkeit vor. Länder mit hoher UV-Strahlung weisen entsprechend hohe Erkrankungsraten auf: In Australien findet sich etwa bei der Hälfte aller Männer zwischen dem 30. und 70. Lebensjahr eine aktinische Keratose. Von den Frauen ist etwa jede Dritte betroffen. In Großbritannien liegt bei 15 Prozent aller Männer und 7 Prozent aller Frauen eine aktinische Keratose vor. Die Wahrscheinlichkeit, eine solche Hautveränderung zu entwickeln, nimmt tendenziell zu.

In bis zu 10 Prozent der Fälle entwickelt sich die aktinische Keratose zu einem Spinaliom.

Pigmentstörung: Diagnose

Bei einer Pigmentstörung begutachtet der Arzt zur Diagnose zunächst die von den Farbveränderungen der Haut betroffenen Stellen. In vielen Fällen lässt sich die Form der Pigmentstörung schon anhand des äußeren Erscheinungsbilds und der Krankengeschichte (Anamnese) diagnostizieren – zum Beispiel bei Sommersprossen. Im Zweifelsfall kann der Arzt eine Gewebeprobe aus einer farblich veränderten Hautstelle entnehmen und mikroskopisch untersuchen (Biopsie).

Besteht der Verdacht, dass hinter der Pigmentstörung eine erbliche Ursache steckt, kann die Familiengeschichte der Betroffenen dazu beitragen, die Diagnose zu sichern.

Altersflecken: Definition

Altersflecken: Definition

Altersflecken (Lentigo senilis, Lentigo solaris) zählen – wie Muttermale und Sommersprossen – zu den Pigmentflecken. Die bräunlichen Flecken auf der Haut entstehen durch eine örtlich vermehrte Ablagerung des bräunlichen Pigments Lipofuszin (auch Alterspigment genannt) in der Oberhaut. Ein Altersfleck ist immer scharf begrenzt und kann eine Größe von bis zu einigen Zentimetern erreichen. Die Hautflecken sind gutartig, stellen für die Betroffenen aber häufig ein kosmetisches Problem dar. Im Gegensatz zu den klassischen Sommersprossen sind sie dauerhaft sichtbar.

Häufigkeit

Altersflecken (Lentigo senilis, Lentigo solaris) zeigen sich im Lauf des Erwachsenenlebens mit zunehmender Häufigkeit. Je nach Ausmaß der UV-Bestrahlung können Altersflecken schon ab dem 40. Lebensjahr auftreten; bei über 60-Jährigen sind in Deutschland über 90 Prozent von den Hautveränderungen betroffen. Besonders häufig sind Altersflecken bei hellhäutigen Menschen.

Mycosis fungoides: Diagnose

Bei Verdacht auf eine Mycosis fungoides erfolgt zur Diagnose eine Gewebeprobe (Biopsie) aus einem veränderten Bereich der Haut. Es ist jedoch erst dann möglich, die Krebserkrankung sicher zu diagnostizieren, wenn der Tumor in tiefere Hautschichten vorgedrungen ist: Dann findet sich im Blutbild häufig eine leicht vergrößerte Zahl weißer Blutkörperchen (Lymphozyten). Im Labor ist es möglich, sich die weißen Blutkörperchen genauer zu unterscheiden. Zudem sind bestimmte Antikörper (Immunglobuline der Klasse E) bei vielen Menschen mit Mycosis fungoides im Blutserum deutlich erhöht.

Um die geeigneten Therapiemaßnahmen festlegen zu können, bestimmt der Arzt bei der Diagnose der Mycosis fungoides das Krankheitsstadium anhand der vorliegenden Hautveränderungen. Man unterscheidet bei der Krebserkrankung die folgenden Stadien:
•    Stadium I (Ekzemstadium): Die Mycosis fungoides zeigt sich durch gerötete, schuppende Flecken. Lymphknoten sind nicht vergrößert.
•    Stadium II (Plaquestadium): Lymphnoten sind geschwollen, doch es finden sich keine Krebszellen. Die Haut kann flach erhabene Herde (Plaques) und Knötchen aufweisen.
•    Stadium III: Fast die gesamte Haut ist betroffen. In den vergrößerten Lymphknoten finden sich noch keine Krebszellen.
•    Stadium IV: Die Mycosis fungoides hat sich auf die Lymphknoten und über den Blutweg auf innere Organe ausgebreitet. Bis dieses späte Stadium erreicht ist, vergehen oft zehn und mehr Jahre.

Muttermal, Leberfleck: Diagnose

Bei einem Muttermal oder Leberfleck ist eine Diagnose wichtig, um normale, ungefährliche Hauterscheinungen von krankhaften Veränderungen abzugrenzen.

Üblicherweise beurteilt ein Hautarzt (Dermatologe) die Leberflecken mittels eines speziellen Lupeninstruments (Dermatoskop). Dabei achtet er insbesondere auf die Farbe, Begrenzung und Größe der Male. Solche Eigenschaftengeben sind bei Leberflecken zur Diagnose wichtig. Sie geben einen Hinweis darauf, ob es sich um einen normalen ungefährlichen Leberfleck handelt oder einen auffälligen (dysplastischen) Leberfleck. Mit der genauen Begutachtung erkennt der Hautarzt auch solche Leberflecken, die sich zu einem schwarzen Hautkrebs entwickelt haben. Gewissheit darüber, ob ein Muttermal oder Leberfleck gutartig oder bösartig ist, bringt allerdings nur die feingewebliche (histologische) Untersuchung (Biopsie).