Seborrhoisches Ekzem: Definition

Seborrhoisches Ekzem: Definition

Ein seborrhoisches Ekzem (seborrhoische Dermatitis) ist per Definition eine fettig-schuppige Hautentzündung, die insbesondere Hautbereiche befällt, in denen viele Talgdrüsen vorkommen. Sie ist gekennzeichnet durch eine übermäßige Talgdrüsenabsonderung, die zur Entwicklung eines starken Fettfilms auf der Haut führt.

Häufigkeit

Das seborrhoische Ekzem ist eine häufige Erkrankung; etwa ein bis fünf Prozent der Bevölkerung sind betroffen. Besonders häufig tritt die seborrhoische Dermatitis bei Säuglingen in den ersten Lebensmonaten auf – die sogenannte Dermatitis seborrhoides infantum. Meistens befällt das seborrhoische Ekzem bei Säuglingen den Kopf, man spricht dann auch von Milchschorf. Die Symptome klingen häufig von alleine ab. In einigen Fällen entwickeln die erkrankten Kinder in den Folgejahren jedoch eine Neurodermitis.

Ein weiterer Erkrankungsgipfel des seborrhoischen Ekzems liegt zwischen dem dritten und vierten Lebensjahrzehnt, wobei Männer häufiger betroffen sind. Frauen erkranken bevorzugt nach den Wechseljahren. Besonders oft wird die Erkrankung bei abwehrgeschwächten Patienten beobachtet – 80 Prozent der AIDS-Patienten leiden an einer seborrhoischen Dermatitis.

Aktinische Keratose: Definition

Aktinische Keratose: Definition

Eine aktinische Keratose (aktinisch = durch Strahlen bewirkt) ist eine durch Licht ausgelöste Hautveränderung, bei der eine Vermehrung sogenannter Keratinozyten (griech. keras = Horn, kytos = Zelle) in dauerhaft lichtgeschädigter Haut vorliegt.

Die aktinische Keratose gilt als Vorstufe (Präkanzerose) beziehungsweise sogar als Frühstadium (Carcinoma in situ) einer bestimmten Form von hellem Hautkrebs: Aktinische Keratosen können in ein sogenanntes Spinaliom oder auch Plattenepithelkarzinom übergehen. Dieses betrifft zunächst nur die oberste Zellschicht der Haut, das Epithelgewebe (Carcinoma in situ). Der Tumor kann sich jedoch jederzeit zu einer das darunter liegende Gewebe infiltrierenden Krebsgeschwulst entwickeln.

Weitere Bezeichnungen für die aktinische Keratose sind:

  • solare Keratose (Sonnenverhornung)
  • senile Keratose (Altersverhornung)

Häufigkeit

Die aktinische Keratose kommt bei hellhäutigen Menschen mit großer Häufigkeit vor. Länder mit hoher UV-Strahlung weisen entsprechend hohe Erkrankungsraten auf: In Australien findet sich etwa bei der Hälfte aller Männer zwischen dem 30. und 70. Lebensjahr eine aktinische Keratose. Von den Frauen ist etwa jede Dritte betroffen. In Großbritannien liegt bei 15 Prozent aller Männer und 7 Prozent aller Frauen eine aktinische Keratose vor. Die Wahrscheinlichkeit, eine solche Hautveränderung zu entwickeln, nimmt tendenziell zu.

In bis zu 10 Prozent der Fälle entwickelt sich die aktinische Keratose zu einem Spinaliom.

Pigmentstörung: Diagnose

Bei einer Pigmentstörung begutachtet der Arzt zur Diagnose zunächst die von den Farbveränderungen der Haut betroffenen Stellen. In vielen Fällen lässt sich die Form der Pigmentstörung schon anhand des äußeren Erscheinungsbilds und der Krankengeschichte (Anamnese) diagnostizieren – zum Beispiel bei Sommersprossen. Im Zweifelsfall kann der Arzt eine Gewebeprobe aus einer farblich veränderten Hautstelle entnehmen und mikroskopisch untersuchen (Biopsie).

Besteht der Verdacht, dass hinter der Pigmentstörung eine erbliche Ursache steckt, kann die Familiengeschichte der Betroffenen dazu beitragen, die Diagnose zu sichern.

Altersflecken: Definition

Altersflecken: Definition

Altersflecken (Lentigo senilis, Lentigo solaris) zählen – wie Muttermale und Sommersprossen – zu den Pigmentflecken. Die bräunlichen Flecken auf der Haut entstehen durch eine örtlich vermehrte Ablagerung des bräunlichen Pigments Lipofuszin (auch Alterspigment genannt) in der Oberhaut. Ein Altersfleck ist immer scharf begrenzt und kann eine Größe von bis zu einigen Zentimetern erreichen. Die Hautflecken sind gutartig, stellen für die Betroffenen aber häufig ein kosmetisches Problem dar. Im Gegensatz zu den klassischen Sommersprossen sind sie dauerhaft sichtbar.

Häufigkeit

Altersflecken (Lentigo senilis, Lentigo solaris) zeigen sich im Lauf des Erwachsenenlebens mit zunehmender Häufigkeit. Je nach Ausmaß der UV-Bestrahlung können Altersflecken schon ab dem 40. Lebensjahr auftreten; bei über 60-Jährigen sind in Deutschland über 90 Prozent von den Hautveränderungen betroffen. Besonders häufig sind Altersflecken bei hellhäutigen Menschen.

Basaliom (Basalzellkarzinom): Definition

Basaliom (Basalzellkarzinom): Definition

Das Basaliom (Basalzellkarzinom) ist ein Tumor der Haut (Hautkrebs). Es entwickelt sich aus den sogenannten Basalzellen an der Basis der Oberhaut (Epidermis). An der entsprechenden Stelle bildet sich zunächst ein oft unbemerkt bleibendes Knötchen oder eine Verhärtung in der Haut. Die Färbung entspricht der normalen Haut.

Typisch für ein Basaliom sind sehr feine rote Äderchen (sog. Teleangiektasien) am Rand des Tumors. Manchmal ähnelt der helle Hautkrebs einer entzündlichen Hauterkrankung wie der Schuppenflechte (Psoriasis).

Es gibt verschiedene Erscheinungsformen des Basalioms:

  • Solides (knotiges) Basaliom: Glasiger, hautfarbener Tumor in Halbkugelform, der von erweiterten, geschlängelten Gefäßen (Teleangiektasien) überzogen ist.

  • Zikatrisierendes Basaliom: Sich in der Mitte verändernder, nach innen wachsender Tumor mit perlschnurartigem Rand und Teleangiektasien.

  • Sklerodermiformes Basaliom: Oft unauffällige (hautfarbene) Verhärtung des Gewebes ohne Teleangiektasien und perlschnurartigem Randsaum (daher oft unerkannt).

  • Exulzerierendes Basaliom (Ulcerus rodens): Oberflächlicher, sich ausbreitender Tumor mit perlschnuratigem Rand und Teleangiektasien, der nicht in tiefere Strukturen wächst.

  • Destruierendes Basaliom (Ulcus terebans): In die Tiefe wachsender Tumor, der Knorpel und Knochen zerstört und zu Blutungen neigt.

  • Pigmentiertes Basaliom: Stark pigmentiertes, knotiges oder oberflächliches Basaliom, mit glasiger Oberflächenbeschaffenheit, Teleangiektasien und perlschnurartigen Formationen.

  • Rumpfhautbasaliom (superfizielles Basaliom): Meist scharf begrenzter Herd von braun-rötlicher Farbe und unauffälliger perlschnurartiger Formation. Diese Basaliome findet man häufig bei älteren Personen, die sich in jungen Jahren aufgrund einer Schuppenflechte (Psoriasis) mit Arsen behandeln ließen.

Neben diesen Formen gibt es weitere Sonderformen von Basaliomen. Oft treten auch Mischformen auf.

Über einen Zeitraum von Monaten oder sogar Jahren bildet sich ein glasiger, kugeliger beziehungsweise knotiger Tumor mit aufgeworfenem Rand. Es gibt auch oberflächliche und krater- beziehungsweise geschwürartige Basaliome. Eine weitere Form des Basalioms ähnelt Narben, wobei der perlschnurartige Rand charakteristisch ist. Die tatsächliche Tumorgröße kann dabei über die sichtbaren Hautveränderungen hinausreichen. Größere Basaliome neigen dazu, sich in ihrer Mitte stark zu verändern und einzuschmelzen.

Ohne Behandlung wächst das Basaliom örtlich immer weiter. Es kann Knorpelgewebe und Knochen zerstören. Da es nur äußerst selten Tochtergeschwulste (Metastasen) im Körper bildet, gilt es als halbbösartig (semimaligne).

Obwohl dies kein medizinischer Fachbegriff ist, wird das Basaliom zusammen mit dem Spinaliom (Plattenepithelkarzinom) – einer weiteren Hautkrebsform – auch heller oder weißer Hautkrebs genannt, um es vom Melanom, dem schwarzen Hautkrebs, abzugrenzen.

Häufigkeit

Das Basaliom (Basalzellkarzinom) tritt bevorzugt im höheren Lebensalter auf (das Durchschnittsalter liegt bei 60 Jahren). Durch das veränderte Freizeitverhalten (z.B. der Besuch von Solarien oder Reisen in Gebiete mit starker Sonneneinstrahlung) erkranken zunehmend auch jüngere Menschen am Basaliom. Blonde oder rothaarige, hellhäutige Menschen mit blauen Augen, die leicht einen Sonnenbrand bekommen (sog. keltischer Hauttyp), zählen zu den Hauptrisikogruppen für ein Basaliom. Auch Menschen, die im Freien arbeiten oder die sich aus anderen Gründen intensiv UV-Strahlung aussetzen, sind besonders gefährdet.

Ein Basaliom entwickelt sich typischerweise an den stark dem Licht ausgesetzten Stellen des Gesichts und des Kopfs (Glatze) sowie am Hals (80 % der Fälle). Äußerst selten ist es am Rumpf zu finden.

In der hellhäutigen Bevölkerung ist das Basaliom der häufigste bösartige Hauttumor. In Deutschland erkranken etwa 100 von 100.000 Einwohnern jährlich an einem Basaliom – dies entspricht einer Häufigkeit von 0,1 Prozent.