Nagelpilz (Onychomykose): Diagnose

Bei einem Nagelpilz (Onychomykose) kann der Arzt die Diagnose oft schon durch typische Symptome wie Nagelverdickung und Nagelverfärbung vermuten. Zusätzlich kann er nach Risikofaktoren fragen, die den Nagelpilz begünstigen.

Um genau herauszufinden, ob und von welchem Pilz der Nagel befallen ist, kann dieser im Labor genauer untersucht werden. Der Arzt schneidet hierfür einen Teil des Nagels ab und nimmt eventuell auch eine Probe der Haut und lässt diesen im Labor unter dem Mikroskop untersuchen. Sind Pilzelemente erkennbar, kann anschließend eine Pilzkultur aus dem Nagelmaterial gezüchtet werden, um festzustellen, um welchen Pilz es sich handelt. Somit kann der Arzt eine genaue Diagnose stellen.

Der Prozess des Alterns

Der Prozess des Alterns

Allgemeines

Im Lauf der Jahre verändern sich nicht nur die Lebensumstände. Auch unser Körper wandelt sich. Aus medizinischer Sicht beginnt der Alterungsprozess bereits zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr.

Mit den Jahren lässt die Fähigkeit unseres Körpers nach, Zellen neu zu bilden. Dadurch verlangsamt sich der gesamte Stoffwechsel. Für die Haut bedeutet dies beispielsweise, dass sie sich langsamer regeneriert. Sie wird dünner, ihre Elastizität lässt nach und Falten, Altersflecken sowie Cellulite nehmen zu. Deutlich sichtbare Alterszeichen sind auch eine Glatze, graue Haare und nachlassende Sinneswahrnehmungen.

Was ändert sich im Alter?

  • Die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nimmt ab.
  • Der mentale Antrieb lässt nach; depressive Verstimmungen nehmen zu.
  • Wahrnehmung, Konzentration und Aufmerksamkeit sinken.
  • Sehkraft, Hörvermögen, Geruchs- und Geschmackssinn lassen nach.
  • Die körpereigene Hormonproduktion verringert sich.
  • Osteoporose (Knochenschwund) und Knochenbrüchigkeit können auftreten.
  • Libido und Potenz lassen nach.
  • Die Gelenke verschleißen zunehmend.
  • Das Körpergewicht und der Körperfettgehalt nehmen zu, die Muskelmasse und -kraft dagegen ab. In höheren Lebensjahren sinkt das Körpergewicht wieder.
  • Hautbeschaffenheit und -dicke sowie -elastizität verändern sich; Altersflecken, Cellulite und Falten nehmen zu.
  • Haarausfall und graue Haare treten auf.

Viele Altersforscher gehen davon aus, dass unser Erbgut die Teilungsfähigkeit sowie das Wachstum einer Zelle beeinflusst. Demnach sind die Gene bestimmend für die Lebensdauer einer Zelle und damit auch für die menschliche Lebenserwartung. Aktuelle wissenschaftliche Studien belegen zudem die lebensverkürzende Wirkung verschiedener äußerer Faktoren. Wahrscheinlich spielen so genannte freie Radikale eine entscheidende Rolle im Alterungsprozess. Freie Radikale sind aggressive Sauerstoffverbindungen, die wir mit der Nahrung oder der Atemluft aufnehmen und die unser Körper auch selbst bildet. Das ist ganz natürlich und auch notwendig, um beispielsweise unser Immunsystem zu aktivieren.

Wenn freie Radikale allerdings überhand nehmen oder ungehemmt im Körper reagieren, greifen sie die Körperzellen und das Erbgut an. Vermutlich führt eine zu große Menge an freien Radikalen auch zu Krebs, Herzinfarkt, grauem Star und zahlreichen altersbedingten Erkrankungen. Äußere Einflüsse wie Rauchen, Alkohol, Stress, intensive Sonnenbäder, Medikamente, Umweltschadstoffe oder wenig Schlaf können die Bildung freier Radikale und damit auch den Alterungsprozess begünstigen.

Auch wenn Altern ein natürlicher Prozess ist, sind wir nicht wehrlos. Im Gegenteil: Wir können vielen Alterserscheinungen wirksam vorbeugen und Risikofaktoren, die eine Bildung freier Radikale fördern, ausschalten. Anti-Aging beginnt mit einer positiven Lebenseinstellung, einer ausgewogenen Ernährung und viel Bewegung.

Pocken: Diagnose

Bei Pocken lässt sich die Diagnose anhand der typischen Hautveränderungen in Zusammenhang mit hohem Fieber leicht stellen. Die für die Pocken verantwortlichen Viren selbst sind auf verschiedene Art und Weise nachweisbar: Sie lassen sich zum Beispiel in Material, das aus den Bläschen und Pusteln stammt, unter dem Elektronenmikroskop sichtbar machen. Dieser Test ist innerhalb von einigen Stunden als Schnelltest möglich.

Die Pocken (lat. Variola), auch als Blattern bezeichnet, sind eine durch Viren hervorgerufene, hochgradig ansteckende, lebensgefährliche Infektionskrankheit, die durch typische Hautveränderungen gekennzeichnet ist. Da die Pocken hochansteckend sind, breiteten sie sich in der Vergangenheit in einer ungeschützten Bevölkerung sehr rasch aus. Die Folge waren Pockenepidemien. Eine Epidemie ist ein räumlich und zeitlich gehäufte Auftreten einer Erkrankung. Noch im Jahr 1967 traten weltweit bis zu 15 Millionen registrierte Pockenerkrankungen auf.

Die Pocken gehörten zu den quarantänepflichtigen Erkrankungen, wie Pest, Gelbfieber, Ebola und Cholera. Bei einer Quarantäne sind die Erkrankten für die Dauer der Inkubationszeit streng von anderen Menschen, Gebieten und Gegenständen isoliert, um eine Ausbreitung der Pockenviren zu vermeiden. Da die Pocken als ausgerottet gelten, ist dies heute nicht mehr von praktischer Bedeutung.