Cluster-Kopfschmerz: Diagnose

Cluster-Kopfschmerz: Diagnose

Beim Cluster-Kopfschmerz ergibt sich die Diagnose aus der Beschreibung der Symptome: Wenn mehrere starke Schmerzattacken mit einer Dauer von jeweils 15 bis 180 Minuten einseitig im Bereich des Auges und/oder der Schläfe auftreten und gleichzeitig eine Bewegungsunruhe und/oder auf der vom Schmerz betroffenen Kopfseite mindestens eins der folgenden Anzeichen auftritt, gelten Cluster-Kopfschmerzen als diagnostiziert:

  • tränendes und/oder gerötetes Auge
  • verengte Pupille
  • herabhängendes und/oder geschwollenes oberes Augenlid
  • laufende und/oder verstopfte Nase
  • verstärktes Schwitzen im Bereich von Stirn und Gesicht

Zur Sicherung der Diagnose kann der Arzt vor Therapiebeginn zusätzlich eine Nitroglyzerinkapsel verabreichen, die auch zur Behandlung von Angina pectoris zum Einsatz kommt. Wenn dies Kopfschmerzen auslöst, ist der Nitroglyzerintest positiv, das heißt, es liegt ein Cluster-Kopfschmerz vor.

Die Cluster-Kopfschmerz-Attacken und die Symptome, die auf der gleichen Seite wie der Cluster-Kopfschmerz auftreten, kommen auch bei verwandten Kopfschmerzarten vor. Vor allem die Abgrenzung zur Trigeminusneuralgie (kürzere Attackendauer) und zur Migräne (längere Attackendauer, Rückzugverhalten, andere Symptome) kann daher in Einzelfällen schwierig sein. Auch ein akuter Glaukomanfall kommt bei ähnlichen Beschwerden differentialdiagnostisch infrage. Daher ist es wichtig, neu auftretende oder bisher unbekannte Kopfschmerzen beziehungsweise einen Kopfschmerz mit nicht eindeutigen Symptomen immer genau abzuklären.

Der Prozess des Alterns

Der Prozess des Alterns

Allgemeines

Im Lauf der Jahre verändern sich nicht nur die Lebensumstände. Auch unser Körper wandelt sich. Aus medizinischer Sicht beginnt der Alterungsprozess bereits zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr.

Mit den Jahren lässt die Fähigkeit unseres Körpers nach, Zellen neu zu bilden. Dadurch verlangsamt sich der gesamte Stoffwechsel. Für die Haut bedeutet dies beispielsweise, dass sie sich langsamer regeneriert. Sie wird dünner, ihre Elastizität lässt nach und Falten, Altersflecken sowie Cellulite nehmen zu. Deutlich sichtbare Alterszeichen sind auch eine Glatze, graue Haare und nachlassende Sinneswahrnehmungen.

Was ändert sich im Alter?

  • Die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nimmt ab.
  • Der mentale Antrieb lässt nach; depressive Verstimmungen nehmen zu.
  • Wahrnehmung, Konzentration und Aufmerksamkeit sinken.
  • Sehkraft, Hörvermögen, Geruchs- und Geschmackssinn lassen nach.
  • Die körpereigene Hormonproduktion verringert sich.
  • Osteoporose (Knochenschwund) und Knochenbrüchigkeit können auftreten.
  • Libido und Potenz lassen nach.
  • Die Gelenke verschleißen zunehmend.
  • Das Körpergewicht und der Körperfettgehalt nehmen zu, die Muskelmasse und -kraft dagegen ab. In höheren Lebensjahren sinkt das Körpergewicht wieder.
  • Hautbeschaffenheit und -dicke sowie -elastizität verändern sich; Altersflecken, Cellulite und Falten nehmen zu.
  • Haarausfall und graue Haare treten auf.

Viele Altersforscher gehen davon aus, dass unser Erbgut die Teilungsfähigkeit sowie das Wachstum einer Zelle beeinflusst. Demnach sind die Gene bestimmend für die Lebensdauer einer Zelle und damit auch für die menschliche Lebenserwartung. Aktuelle wissenschaftliche Studien belegen zudem die lebensverkürzende Wirkung verschiedener äußerer Faktoren. Wahrscheinlich spielen so genannte freie Radikale eine entscheidende Rolle im Alterungsprozess. Freie Radikale sind aggressive Sauerstoffverbindungen, die wir mit der Nahrung oder der Atemluft aufnehmen und die unser Körper auch selbst bildet. Das ist ganz natürlich und auch notwendig, um beispielsweise unser Immunsystem zu aktivieren.

Wenn freie Radikale allerdings überhand nehmen oder ungehemmt im Körper reagieren, greifen sie die Körperzellen und das Erbgut an. Vermutlich führt eine zu große Menge an freien Radikalen auch zu Krebs, Herzinfarkt, grauem Star und zahlreichen altersbedingten Erkrankungen. Äußere Einflüsse wie Rauchen, Alkohol, Stress, intensive Sonnenbäder, Medikamente, Umweltschadstoffe oder wenig Schlaf können die Bildung freier Radikale und damit auch den Alterungsprozess begünstigen.

Auch wenn Altern ein natürlicher Prozess ist, sind wir nicht wehrlos. Im Gegenteil: Wir können vielen Alterserscheinungen wirksam vorbeugen und Risikofaktoren, die eine Bildung freier Radikale fördern, ausschalten. Anti-Aging beginnt mit einer positiven Lebenseinstellung, einer ausgewogenen Ernährung und viel Bewegung.

Seborrhoisches Ekzem: Definition

Seborrhoisches Ekzem: Definition

Ein seborrhoisches Ekzem (seborrhoische Dermatitis) ist per Definition eine fettig-schuppige Hautentzündung, die insbesondere Hautbereiche befällt, in denen viele Talgdrüsen vorkommen. Sie ist gekennzeichnet durch eine übermäßige Talgdrüsenabsonderung, die zur Entwicklung eines starken Fettfilms auf der Haut führt.

Häufigkeit

Das seborrhoische Ekzem ist eine häufige Erkrankung; etwa ein bis fünf Prozent der Bevölkerung sind betroffen. Besonders häufig tritt die seborrhoische Dermatitis bei Säuglingen in den ersten Lebensmonaten auf – die sogenannte Dermatitis seborrhoides infantum. Meistens befällt das seborrhoische Ekzem bei Säuglingen den Kopf, man spricht dann auch von Milchschorf. Die Symptome klingen häufig von alleine ab. In einigen Fällen entwickeln die erkrankten Kinder in den Folgejahren jedoch eine Neurodermitis.

Ein weiterer Erkrankungsgipfel des seborrhoischen Ekzems liegt zwischen dem dritten und vierten Lebensjahrzehnt, wobei Männer häufiger betroffen sind. Frauen erkranken bevorzugt nach den Wechseljahren. Besonders oft wird die Erkrankung bei abwehrgeschwächten Patienten beobachtet – 80 Prozent der AIDS-Patienten leiden an einer seborrhoischen Dermatitis.

Aktinische Keratose: Definition

Aktinische Keratose: Definition

Eine aktinische Keratose (aktinisch = durch Strahlen bewirkt) ist eine durch Licht ausgelöste Hautveränderung, bei der eine Vermehrung sogenannter Keratinozyten (griech. keras = Horn, kytos = Zelle) in dauerhaft lichtgeschädigter Haut vorliegt.

Die aktinische Keratose gilt als Vorstufe (Präkanzerose) beziehungsweise sogar als Frühstadium (Carcinoma in situ) einer bestimmten Form von hellem Hautkrebs: Aktinische Keratosen können in ein sogenanntes Spinaliom oder auch Plattenepithelkarzinom übergehen. Dieses betrifft zunächst nur die oberste Zellschicht der Haut, das Epithelgewebe (Carcinoma in situ). Der Tumor kann sich jedoch jederzeit zu einer das darunter liegende Gewebe infiltrierenden Krebsgeschwulst entwickeln.

Weitere Bezeichnungen für die aktinische Keratose sind:

  • solare Keratose (Sonnenverhornung)
  • senile Keratose (Altersverhornung)

Häufigkeit

Die aktinische Keratose kommt bei hellhäutigen Menschen mit großer Häufigkeit vor. Länder mit hoher UV-Strahlung weisen entsprechend hohe Erkrankungsraten auf: In Australien findet sich etwa bei der Hälfte aller Männer zwischen dem 30. und 70. Lebensjahr eine aktinische Keratose. Von den Frauen ist etwa jede Dritte betroffen. In Großbritannien liegt bei 15 Prozent aller Männer und 7 Prozent aller Frauen eine aktinische Keratose vor. Die Wahrscheinlichkeit, eine solche Hautveränderung zu entwickeln, nimmt tendenziell zu.

In bis zu 10 Prozent der Fälle entwickelt sich die aktinische Keratose zu einem Spinaliom.

Altersflecken: Definition

Altersflecken: Definition

Altersflecken (Lentigo senilis, Lentigo solaris) zählen – wie Muttermale und Sommersprossen – zu den Pigmentflecken. Die bräunlichen Flecken auf der Haut entstehen durch eine örtlich vermehrte Ablagerung des bräunlichen Pigments Lipofuszin (auch Alterspigment genannt) in der Oberhaut. Ein Altersfleck ist immer scharf begrenzt und kann eine Größe von bis zu einigen Zentimetern erreichen. Die Hautflecken sind gutartig, stellen für die Betroffenen aber häufig ein kosmetisches Problem dar. Im Gegensatz zu den klassischen Sommersprossen sind sie dauerhaft sichtbar.

Häufigkeit

Altersflecken (Lentigo senilis, Lentigo solaris) zeigen sich im Lauf des Erwachsenenlebens mit zunehmender Häufigkeit. Je nach Ausmaß der UV-Bestrahlung können Altersflecken schon ab dem 40. Lebensjahr auftreten; bei über 60-Jährigen sind in Deutschland über 90 Prozent von den Hautveränderungen betroffen. Besonders häufig sind Altersflecken bei hellhäutigen Menschen.

Mycosis fungoides: Diagnose

Bei Verdacht auf eine Mycosis fungoides erfolgt zur Diagnose eine Gewebeprobe (Biopsie) aus einem veränderten Bereich der Haut. Es ist jedoch erst dann möglich, die Krebserkrankung sicher zu diagnostizieren, wenn der Tumor in tiefere Hautschichten vorgedrungen ist: Dann findet sich im Blutbild häufig eine leicht vergrößerte Zahl weißer Blutkörperchen (Lymphozyten). Im Labor ist es möglich, sich die weißen Blutkörperchen genauer zu unterscheiden. Zudem sind bestimmte Antikörper (Immunglobuline der Klasse E) bei vielen Menschen mit Mycosis fungoides im Blutserum deutlich erhöht.

Um die geeigneten Therapiemaßnahmen festlegen zu können, bestimmt der Arzt bei der Diagnose der Mycosis fungoides das Krankheitsstadium anhand der vorliegenden Hautveränderungen. Man unterscheidet bei der Krebserkrankung die folgenden Stadien:
•    Stadium I (Ekzemstadium): Die Mycosis fungoides zeigt sich durch gerötete, schuppende Flecken. Lymphknoten sind nicht vergrößert.
•    Stadium II (Plaquestadium): Lymphnoten sind geschwollen, doch es finden sich keine Krebszellen. Die Haut kann flach erhabene Herde (Plaques) und Knötchen aufweisen.
•    Stadium III: Fast die gesamte Haut ist betroffen. In den vergrößerten Lymphknoten finden sich noch keine Krebszellen.
•    Stadium IV: Die Mycosis fungoides hat sich auf die Lymphknoten und über den Blutweg auf innere Organe ausgebreitet. Bis dieses späte Stadium erreicht ist, vergehen oft zehn und mehr Jahre.

Muttermal, Leberfleck: Diagnose

Bei einem Muttermal oder Leberfleck ist eine Diagnose wichtig, um normale, ungefährliche Hauterscheinungen von krankhaften Veränderungen abzugrenzen.

Üblicherweise beurteilt ein Hautarzt (Dermatologe) die Leberflecken mittels eines speziellen Lupeninstruments (Dermatoskop). Dabei achtet er insbesondere auf die Farbe, Begrenzung und Größe der Male. Solche Eigenschaftengeben sind bei Leberflecken zur Diagnose wichtig. Sie geben einen Hinweis darauf, ob es sich um einen normalen ungefährlichen Leberfleck handelt oder einen auffälligen (dysplastischen) Leberfleck. Mit der genauen Begutachtung erkennt der Hautarzt auch solche Leberflecken, die sich zu einem schwarzen Hautkrebs entwickelt haben. Gewissheit darüber, ob ein Muttermal oder Leberfleck gutartig oder bösartig ist, bringt allerdings nur die feingewebliche (histologische) Untersuchung (Biopsie).

Haut in der Schwangerschaft

Haut in der Schwangerschaft

Durch die hormonelle Umstellung, vermehrte Wassereinlagerungen und ein erhöhtes Blutvolumen erscheint die Haut der meisten Schwangeren straffer und rosiger, Fältchen verschwinden fast vollkommen. Auch die Nägel strotzen vor Gesundheit und sind widerstandsfähiger.

Die Beschaffenheit der Haut ist jedoch auch bei Schwangeren sehr unterschiedlich. Bei manchen Frauen wird die Haut in der Schwangerschaft trockener, bei anderen fettiger. Bei einigen verschwindet Akne, bei anderen bilden sich vermehrt Pickel und Mitesser. Neurodermitis kann sich während der Schwangerschaft verschlimmern. Wichtig ist deshalb, dass Sie Ihre Pflegeprodukte dem neuen Hauttyp anpassen. Eine Kosmetikerin kann Sie beraten, welche Produkte die richtigen für Sie sind.

Ihre alten Cremes und Lotions brauchen Sie aber auf keinen Fall wegzuwerfen: Schon kurze Zeit nach der Entbindung normalisiert sich Ihre Haut wieder.

Mit ein paar Tricks unterstützen Sie Ihre Haut während der Schwangerschaft optimal und beugen Hautunreinheiten und Juckreiz vor:

  • Tragen Sie bequeme Kleidung.
  • Ernähren Sie sich fettarm.
  • Trinken Sie viel (mindestens 2,5 Liter).
  • Verwenden Sie Seifen, die nicht austrocknen.
  • Verwenden Sie reichhaltige Körperlotions, Cremes oder Körperöle.
  • Trinken Sie Pfefferminz- und Schafgarbentee (Achtung: Pfefferminztee kann kurz vor der Geburt die Milchbildung hemmen).

Pigmentierung

Die meisten Schwangeren bemerken eine verstärkte Pigmentierung, besonders an Brustwarzen, Oberschenkeln, Achselhöhlen und im Gesicht (Mutterflecken oder auch Chloasma). Leberflecken und Sommersprossen erscheinen dunkler und am Bauch kann sich, besonders zum Ende der Schwangerschaft hin, eine dunkle Linie bilden, die Linea nigra, die zwischen Bauchnabel und Schamhaaren verläuft.

Die Pigmentierungen verblassen nach der Geburt wieder und stellen kein gesundheitliches Risiko für Mutter und Kind dar!

Juckreiz

Besonders in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft kann es zu vermehrtem Juckreiz kommen. Dieser ist hormonell bedingt und wird durch die zunehmende Dehnung der Haut verstärkt. Die erhöhte Schweißbildung reizt die Haut zusätzlich. Selten ist der Juckreiz ein Zeichen für eine Leberstörung: Wenn der Juckreiz anhält, zunehmend stärker wird und entwickeln sich Entzündungen auf der Haut entwickeln, sollten Sie mit Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Hebamme sprechen.

UV-Strahlung

Während der Schwangerschaft ist Ihre Haut empfindlicher gegenüber UV-Strahlung. Es kann zu Hautreizungen und übermäßigen Pigmentflecken kommen oder Sie entwickeln eine Sonnenallergie. UV-Strahlung unterstützt außerdem vermutlich den Abbau von Folsäure, die gerade in den ersten Schwangerschaftswochen besonders wichtig für das Ungeborene ist.

Ein kleines Sonnenbad schadet Ihnen nicht, im Gegenteil, Sonne ist gesund und Sie sollen sich nicht im Dunkeln verstecken.

Verzichten Sie aber auf ausgedehnte Sonnenbäder, besonders zur Mittagszeit, und sehen Sie während der Schwangerschaft von Besuchen im Solarium ab!

Kosmetika

Sie können auch in der Schwangerschaft bedenkenlos Kosmetika verwenden. Auch Nagellack ist unbedenklich, allerdings sollten Sie beim Lackieren der Nägel und besonders, wenn Sie Nagellackentferner verwenden, für ausreichend Belüftung sorgen, damit Sie möglichst wenig der giftigen Dämpfe einatmen.

Läusebefall (Pedikulose): Diagnose

Um bei einem Läusebefall (Pedikulose) eine Diagnose zu stellen, nimmt der Arzt den gesamten Körper in Augenschein und betrachtet ihn eingehend mit einer Lupe bei guter Beleuchtung.

Dabei ist es wichtig, auch die Schambehaarung, die Achselhöhlen und die Wimpern zu untersuchen. Die gelbgraue Farbe der Läuse erschwert es, sie auf heller Haut zu erkennen. Nach einem Blutmahl nehmen die Läuse eine rostrote Farbe an und sind dann besser sichtbar.
•    Bei Kopflausbefall kann ein spezieller Läusekamm das Auffinden von Läusen oder ihren Eiern (den Nissen) erleichtern.
•    Liegt ein Filzlausbefall vor, untersucht der Arzt die Haut nicht nur auf Läuse und Nissen, sondern auch auf durch Läusestiche verursachte blaue Flecken (Taches bleues, Maculae caeruleae).
•    Kleiderläuse lassen sich hingegen an den Nähten von Unterwäsche und Kleidung ausfindig machen. Beim Betroffenen entstehen typische streifenförmige Hautmale durch das Kratzen.

Melanom (schwarzer Hautkrebs): Diagnose

Melanom (schwarzer Hautkrebs): Diagnose

Bei einem malignen Melanom (schwarzer Hautkrebs) ist die erste Diagnose allein anhand des Aussehens der Hautveränderung und ganz ohne Entnahme einer Gewebeprobe aus dem Hauttumor möglich. Die ABCDE-Regel bietet dabei eine grobe Orientierung: Je mehr Kriterien die Hautveränderung erfüllt, desto wahrscheinlicher ist ein malignes Melanom.

Um das Aussehen der Hautveränderung genau zu beurteilen und ein mögliches malignes Melanom zu erkennen, kommt zur Diagnose die sogenannte Auflichtmikroskopie mit einem speziellem Lupeninstrument, dem Dermatoskop, zum Einsatz. Schwarzer Hautkrebs lässt sich so von anderen Hautverfärbungen, beispielsweise durch einen Bluterguss (Hämatom) oder einen Blutschwamm (Hämangiom), unterscheiden.

Unterstützend können zur Melanom-Diagnose auch Ultraschall (Sonographie) und Blutuntersuchungen zum Einsatz kommen. Zusätzlich sucht der Arzt nach möglichen Tochtergeschwülsten (Metastasen). Oberflächliche Lymphknoten und die Bauchorgane lassen sich mit dem Ultraschall gut darstellen. Um die Lunge auf Tochtergeschwülste zu überprüfen, ist eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs notwendig. Speziellere Untersuchungen wie die Magnetresonanztomographie (Kernspin) des Schädels oder eine Knochenszintigraphie können je nach Ausgangsbefund erforderlich sein.

Stadien

Da bei einem Melanom (schwarzer Hautkrebs) die Therapie vom Krankheitsstadium abhängt, ist bei der Diagnose die Stadien-Einteilung wichtig. In der Klinik unterscheidet man häufig drei Melanom-Stadien (nach EORTC):

  • Ein malignes Melanom im Stadium I hat (noch) keine Lymphknoten befallen und keine Tochtergeschwülste in anderen Organen (Fernmetastasen) gebildet. Die Prognose ist daher günstig.
  • Schwarzer Hautkrebs im Stadium II hat zusätzlich zur Haut die regionalen Lymphknoten befallen.
  • Beim Melanom im Stadium III bestehen außerdem Tochtergeschwülste, beispielsweise in der Lunge oder im Knochen.